Ebola-Situation in Zentralafrika – aktuelle Lage und Besonderheiten des Ausbruchs
Zahl der Infektionsfälle mit Bundibugyo-Ebolavirus steigt weiter
aktueller Ausbruch bereits jetzt einer der größten
die Eindämmung wird laut Forschenden noch andauern, aber die eingeleiteten Maßnahmen zeigen Wirkung
Seit Anfang Mai verbreitet sich das Bundibugyo-Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo und im benachbarten Uganda. Stand heute gibt es 1851 Infektionsfälle, von denen sich bisher 318 erholt haben und 650 verstorben sind [I].
Der Ausbruch, der am 17. Mai von der Weltgesundheitsorganisation zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt wurde, ist bereits jetzt einer der größten seit der Entdeckung des Ebolavirus 1976. Im Vergleich zu den zwei bisher größten Ebola-Ausbrüchen, die 2014 bis 2016 und 2018 bis 2020 vom Zaire-Stamm des Virus getrieben wurden, ist dieses Mal der Bundibugyo-Stamm (BVD) für das Infektionsgeschehen verantwortlich.
Leiter des Zentrums für Tropen- und Reisemedizin, Abteilung für Infektionserkrankungen am Universitätsklinikum, University of Amsterdam
Einordnung der aktuellen Infektionslage
„Dieser Ausbruch ist aus mehreren Gründen ein großes Problem. Die Infektionszahlen waren von Anfang an sehr hoch, weil der Ausbruch spät entdeckt wurde. Bereits jetzt handelt es sich um einen der größten Ebola-Ausbrüche. Das Problem ist, dass er in einer Region stattfindet, in der aufgrund von sozio-politischen Krisen die Gesundheitsinfrastruktur sehr schlecht ist und große Widerstände vor allem durch lokale Machthaber gegen die Implementierung von Maßnahmen bestehen. In derselben Region fand 2018 schon der bisher zweitgrößte Ebola-Ausbruch statt, damals durch das Zaire-Ebolavirus verursacht. Bei diesem Ausbruch sind geschätzt um die Hundert Mitarbeiter des Gesundheitswesens allein durch Gewalttaten umgekommen.“
„Der jetzige Ausbruch wird vom Bundibugyo-Virus verursacht. Gegen dieses Virus gibt es bisher keine Mittel wie Impfstoffe für Kontaktpersonenimpfungen. Und es ist aufgrund der Konfliktlage und Infrastruktur sehr schwierig, unter dem gegebenen Zeitdruck die notwendigen großen und komplizierten klinischen Studien durchzuführen.“
Entwicklung des aktuellen Ausbruchs
„Man sieht deutliche Fortschritte beim Kartieren des Infektionsgeschehens. Die konkrete Zahl der identifizierten Kontaktpersonen, die ein Risiko haben, sich beim Kontakt angesteckt zu haben, wird immer klarer und wird derzeit schon mit geschätzten rund 90 Prozent angegeben. Beinahe alle Kontakte zu finden, wird am Ende den Unterschied machen, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen.“
Mögliche Eindämmung
„Die Zahl der Patienten und Toten geht zwar immer noch in die Höhe, aber mittlerweile wird geschätzt, dass 85 bis 95 Prozent aller Kontakte aufgespürt werden können. Am Ende ist es nicht die Verfügbarkeit einer Impfung, sondern die Kontaktnachverfolgung sowie das Finden und Behandeln der Patienten (Zuführung von Flüssigkeiten, Malariamittel- und Antibiotikagabe) der Weg, mit dem der Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden kann. Aufgrund der Größe wird der Ausbruch aber vermutlich bis ins nächste Jahr andauern.“
Auf die Frage, ob das Bundibugyo-Virus weniger infektiös oder tödlich ist als andere Ebolaviren:
„Ob das Virus wirklich wenig infektiös ist, möchte ich infrage stellen. Am Anfang eines Ausbruchs sind Letalitätsraten immer anders als am Ende. Beim großen Ebola-Zaire-Ausbruch 2013 bis 2016 lag die Mortalität bei 35 bis 40 Prozent. Das gilt am Ende für die meisten Ausbrüche. Bei kleineren Ausbrüchen 2007 und 2012 lagen die Mortalitätsraten bei 30 und 50 Prozent. Man muss jetzt also noch sehr vorsichtig sein, bereits Schlüsse ziehen zu wollen.“
„Bundibugyo ist für zwei der größten Ausbrüche verantwortlich. Es gibt sicher minimale Unterschiede in der Virulenz, aber letztendlich gibt es keine kontrollierten Infektionsmodelle, mit denen das abschließend geklärt werden kann. Die Ebolaviren spielen alle in derselben Liga.“
„Entscheidend ist die Patientenversorgung. Ein Ausbruch ist definiert durch das Spannungsfeld der Region und die äußeren Umstände. In einem Bürgerkriegsgebiet, in dem es zwar engagierte und kompetente Krankenschwestern und Ärzte gibt, aber keine funktionellen Informationsketten und keine funktionalen Isolationseinheiten, wenn es an allem mangelt, dann wachsen solche Ausbrüche an. Diese menschlichen Faktoren spielen die wesentliche Rolle und beeinflussen die Zahl von Erkrankten und Todesfällen viel mehr als virale Unterschiede.“
„Uganda ist im aktuellen Geschehen das zweite Ausbruchsland mit einer Handvoll Infektionsfällen, die durch Einreise ins Land gekommen sind. Diese Fälle können alle sehr gut versorgt und behandelt werden, da die nötige Infrastruktur vorhanden ist.“
Therapeutische Möglichkeiten
„Die wichtigste Maßnahme ist das Behandeln von Kontaktpersonen mit Antimalaria-Medikamenten und Antibiotika. 50 Prozent der Ebola-Verdachtsfälle sind am Ende Malariafälle. Dazu kommen diverse bakterielle Infektionen. Auch gibt es Fälle von Ko-Infektionen, bei denen die Personen sowohl mit dem Ebolavirus infiziert sind als auch noch eine bakterielle Infektion erleiden.“
Bereichsleiter Tropenmedizin, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit
Einordnung der aktuellen Infektionslage
„Die Ausgangssituation war durch die späte Erkennung des Ausbruchs vergleichsweise schlecht, sodass man das Schlimmste befürchten musste. Bei Erkennung war es ja bereits der größte Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Virus, für das weder eine spezifische Therapie noch Impfungen zur Verfügung stehen – noch dazu in einer Krisenregion im Grenzgebiet zu Ruanda und Uganda. Es gab aber eine schnelle und sehr intensive Antwort und die schlimmsten Erwartungen haben sich bisher nicht erfüllt, vor allem eine unkontrollierte internationale Ausbreitung ist bisher ausgeblieben. Der Ausbruch ist aber noch nicht kontrolliert – die Fallzahlen steigen weiter und mit einer hohen Dynamik, die Helfer vor Ort arbeiten am Limit. Insgesamt werden nur 80 Prozent der identifizierten Kontaktpersonen in den betroffenen Provinzen Ituri und Nord-Kivu nachverfolgt [1], die WHO geht davon aus, dass für die Kontrolle des Ausbruchs eine Nachverfolgung von 95 Prozent der Kontaktpersonen erforderlich ist.“
Therapeutische Möglichkeiten
„Der Ausbruch ist ein Test für unsere Pandemievorbereitungen. Er hat gezeigt, wo es Verbesserungsbedarf gibt, unter anderem in der Forschung. Mit Hochdruck wurden die aussichtsreichsten Kandidaten für Impfung und Therapie identifiziert und Studien auf den Weg gebracht. Hier konnte die PARTNERS-Studie Anfang Juli gestartet werden, die untersucht, ob der monoklonaler Antikörper MBP134, das antivirale Medikament Remdesivir, oder eine Kombination von beiden die Überlebenschancen verbessern. Auch eine Studie zur Postexpositionsprophylaxe mit Obeldesivir für die Verhinderung von Infektionen bei Personen, die enge Kontakte zu Infizierten hatten, ist in Vorbereitung.“
Infektiosität des Virus-Stammes
„Die Sterblichkeit scheint im Vergleich zum Zaire-Ebolavirus geringer zu sein, ist aber mit etwa einem Drittel immer noch sehr hoch. Genauere Zahlen sind im Ausbruch nur schwer zu erheben, es gibt viele offene Krankheitsverläufe und wahrscheinlich eine relevante Dunkelziffer. Es ist denkbar, dass leichtere Verläufe untererfasst sind und zur Weiterverbreitung beitragen können.“
„Die Frage ist, wann der Ausbruch eingedämmt werden kann und wie viele Infizierte und Tote es bis dahin noch geben wird. Da die Fallzahlen derzeit noch weiter deutlich steigen, ist das Ende des Ausbruchs noch nicht absehbar.“
Facharzt für Innere Medizin, Tropenmedizinische Ambulanz, und Leiter der Arbeitsgruppe Infection Prevention and Control in Health Care Settings/Epidemic Preparedness, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Einordnung der aktuellen Infektionslage
„Dieser Ausbruch der Ebolaerkrankung durch das Bundibgyo-Virus ist bereits jetzt größer als die beiden bisher bekannten Ausbrüche von 2007 (Uganda) und 2021 (Demokratische Republik Kongo). Es sind wesentlich mehr Provinzen betroffen – wenngleich sich etwa 71 Prozent der Fälle in den Gesundheitszonen von Bunia Rwampara, Mongbwalu und Nizi, alles Provinz Ituri, konzentrieren – und wir sehen zehnmal so viele Fälle wie in den beiden früheren Ausbrüchen zusammen.“
„Darüber hinaus sehen wir fast 60 Tage nach Ausbruchsbestätigung weiterhin eine steigende Zahl der Neuerkrankungen pro Woche. Insgesamt nimmt die Fallzahl weiterhin schneller zu, als wir es von früheren Ebolafieberepidemien kennen. Wir beobachten immer noch eine Zunahme des Ausbruchs. Dabei betreffen die meisten neuen Fälle Personen, die nicht bereits als Kontaktpersonen bekannter Fälle erfasst waren. Wir haben also weiterhin ein unvollständiges Bild von der tatsächlichen epidemiologischen Lage.“
„Dazu kommt, dass jetzt die ersten Fälle aus der westlich an die Hauptausbruchsregion angrenzenden Provinz Tshopo berichtet werden, dies sogar aus deren Hauptstadt Kisangani mit 1,6 Millionen Einwohnern. Ich war vergangenes Jahr dort zur Bekämpfung einer Choleraepidemie tätig. Daher sind mir die teilweise sehr beengten Lebensbedingungen in dieser Großstadt am Kongofluss noch in Erinnerung.“
Mögliche Eindämmung
„Um etwas Positives zu sagen: Es gibt mehr Testkapazitäten in der Region, das verbessert die Datenlage und entlastet die Isolierkapazitäten, weil laborgesicherte Nicht-Fälle dann aus der Isolierung entlassen werden können.“
„Hingegen sind die Isolierkapazitäten permanent am Limit und die hohen Raten positiver Tests von teilweise 69 Prozent deuten an, dass die Kapazitäten nicht wirklich ausreichend sind. An manchen Orten gibt es mehr neue Fälle, als vor Ort in freie Isolierbetten gebracht werden können. Die Belegungsquote in Nord-Kivu betrug zuletzt bis zu 137 Prozent.“
„Immerhin konnte eine erste randomisierte klinische Studie speziell für Bundibugyo-Virus-Erkrankungen gestartet werden: Der monoklonale Antikörper MBP134 und das antivirale Medikament Remdesivir werden einzeln und in Kombination systematisch auf ihre Wirksamkeit untersucht. Eine evidenzbasierte therapeutische Option für diese Virusart könnte helfen, die Sterblichkeit der Erkrankten zu reduzieren – würde allerdings allein für sich auch nicht den Ausbruch aufhalten.“
Infektiosität des Virus-Stammes
„Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse, dass das Virus sich genetisch oder biologisch dahingehend relevant verändert hat, dass es jetzt virulenter oder kontagiöser ist – oder jeweils das Gegenteil davon. Die derzeit beobachtete Fallsterblichkeit liegt bei etwa 33 Prozent. Dies ist unter den Werten früherer Bundibugyo-Ausbrüche. Daraus lässt sich jedoch bislang nicht viel ableiten.“
„Sorgen macht mir eher die Tatsache, dass wir jetzt mit besserer Datenlage eine höhere Sterblichkeit notieren als vor einigen Wochen – dies verdeutlicht noch einmal, dass wir insbesondere in den ersten Wochen ein sehr unvollständiges Bild mit vielen unbestätigten Verstorbenen und noch mehr unbestätigten Infektionsketten hatten. Dieser Ausbruch wird vor etlichen Monaten begonnen haben und wurde lange nicht bemerkt beziehungsweise nicht bestätigt. Das ist ein echter Rückschlag angesichts der Erfolge der vergangenen Jahre mit etlichen verhältnismäßig früh entdeckten und rasch eingedämmten Ausbrüchen durch Filoviren.“
„Dies liegt natürlich unter anderem darin begründet, dass es für das Bundibugyo-Virus weniger gute Diagnostik gab. Es bestätigt aber auch, dass wir uns wieder nicht rechtzeitig gekümmert haben – um einen Krankheitserreger, der zwar selten, aber extrem relevant ist, wenn es einmal zu einer Epidemie führt. Warum ist das so? Ist das unvermeidlich?“
„Außerdem sollten wir der Versuchung widerstehen, anzunehmen, dass das Ausmaß dieser Epidemie in der Biologie dieses Virus begründet ist. Die Kolleg:innen vor Ort berichten, dass sie eine etwas geringere Sterblichkeit sehen als bei anderen Filoviruserkrankungen wie mit anderen Ebola-Stämmen oder Marburg, und offenbar sind die Infektionsschutzmaßnahmen wie die entsprechenden Anzüge und die Dekontamination effektiv. Hingegen fehlt es permanent an adäquat ausgebildetem medizinischem Personal, an Ausrüstung, an Isolierbetten, an Sicherheit und an Vertrauen der Bevölkerung.“
„Dies sind alles keine biomedizinischen Herausforderungen, aber starke Treiber einer Epidemie. Sie stehen den bekannten Maßnahmen im Wege, die für eine effektive Eindämmung realisiert werden müssen: konsequenten Kontaktverfolgung, funktionierende Behandlungszentren, Aufklärung der Bevölkerung, schnellere Diagnostik, sicherer Zugang der Einsatzkräfte zu den betroffenen Regionen – davon wird abhängen, wie schnell der Ausbruch eingedämmt werden kann.“
Therapeutische Möglichkeiten
„Bislang existieren weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifisch zugelassene Therapie gegen das Bundibugyo-Virus. Die Behandlung beruht daher weiterhin auf einer frühzeitigen, hochwertigen Supportivtherapie, wie sie Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen und andere aktuell im Ostkongo ausbauen und für die wir auch an der Charité gegenwärtig Personal in Ostafrika ausbilden (TEACH).“
„Eine angesprochene ‚Endemisierung des Bundibugyo-Virus‘ beim Menschen (also zeitlich unbegrenztes Auftreten von Fällen) erscheint aus epidemiologischer beziehungsweise medizinischer Sicht unwahrscheinlich: Es ist nicht extrem ansteckend und Infizierte versterben oder gesunden nach wenigen. Wir sehen allerdings eine Endemie von Gewalt, Verantwortungslosigkeit und Vernachlässigung im Ostkongo und eine Pandemie von Angst und Ignoranz. Warum sollten wir die nicht überwinden können?“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich habe 2020 an dem experimentellen Einsatz von Remdesivir mitgearbeitet und den ersten Fall in Deutschland zusammen mit Gilead-Mitarbeitern publiziert, war dann Studienleiter für Deutschland für die SIMPLE-Studien für Remdesivir bei COVID-19. Ich habe zweimal an einem vergüteten Gilead Advisor Board zu Remdesivir 2020 und 2021 teilgenommen sowie einen unentgeltlichen Vortrag auf einem von Gilead gesponserten Siegenthaler Symposium in Köln zu COVID-19 gehalten. Seitdem keine Zusammenarbeit mehr, wirtschaftlich keine Interessenkonflikte, zum Beispiel Aktien oder Ähnliches.“
„Keine Interessenkonflikte. Ich habe aber zwei Hüte auf (Ärzte ohne Grenzen und die Charité). Da gibt es aber keine grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten zur Epidemie und deren Bekämpfung vor Ort.“
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] European Centre for Disease Prevention and Control: Ebola disease outbreak in the Democratic Republic of the Congo and Uganda. Stand: 10.07.2026.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] WHO: Altert and response. Stand: 13.07.2026.
[II] WHO (02.07.2026): WHO adds first diagnostic test for Ebola Bundibugyo virus to its Emergency Use Listing. Pressemitteilung.
[III] WHO (02.07.2026): Patient enrolment begins in a scientific trial to identify the first effective treatments for Bundibugyo virus disease. Pressemitteilung.
[IV] Charité – Universitätsmedizin Berlin (28.05.2026): Ebola-Patient: Bundesgesundheitsministerin informierte sich über Gesundheitszustand. Pressemitteilung.
Prof. Martin Grobusch, Ph.D.
Leiter des Zentrums für Tropen- und Reisemedizin, Abteilung für Infektionserkrankungen am Universitätsklinikum, University of Amsterdam
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Torsten Feldt
Bereichsleiter Tropenmedizin, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe 2020 an dem experimentellen Einsatz von Remdesivir mitgearbeitet und den ersten Fall in Deutschland zusammen mit Gilead-Mitarbeitern publiziert, war dann Studienleiter für Deutschland für die SIMPLE-Studien für Remdesivir bei COVID-19. Ich habe zweimal an einem vergüteten Gilead Advisor Board zu Remdesivir 2020 und 2021 teilgenommen sowie einen unentgeltlichen Vortrag auf einem von Gilead gesponserten Siegenthaler Symposium in Köln zu COVID-19 gehalten. Seitdem keine Zusammenarbeit mehr, wirtschaftlich keine Interessenkonflikte, zum Beispiel Aktien oder Ähnliches.“
Dr. Maximilian Gertler
Facharzt für Innere Medizin, Tropenmedizinische Ambulanz, und Leiter der Arbeitsgruppe Infection Prevention and Control in Health Care Settings/Epidemic Preparedness, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Keine Interessenkonflikte. Ich habe aber zwei Hüte auf (Ärzte ohne Grenzen und die Charité). Da gibt es aber keine grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten zur Epidemie und deren Bekämpfung vor Ort.“