Kraftwerksstrategie: flexiblere Verbraucher oder mehr Kraftwerke – was hilft bei Dunkelflauten?
Anlass
Die Bundesregierung will im Herbst eine Kraftwerksstrategie präsentieren. Diese soll aufzeigen, wie viele Kraftwerke als Back-up für die Erneuerbaren gebaut werden sollen. Das ist wichtig, denn die Stabilität des Stromnetzes soll jederzeit garantiert werden – auch wenn Windkraft- oder Solarstromanlagen wetterbedingt zeitweilig sehr wenig Strom erzeugen. Zahlen für die geplanten Kraftwerke hat der Bundeswirtschaftsminister im August schon gestreut []. Wir haben mit diesen Zahlen Szenarien für die Stromerzeugung 2030 berechnet und festgestellt: Das reicht unter Umständen nicht ganz aus, vor allem im Winter []. Doch die Unsicherheit ist groß. Unter anderem hat sich als wichtige Größe im Modell herausgestellt, in welchem Umfang Verbraucher ihren Bedarf flexibel an die Stromerzeugung von Windkraft- und PV-Anlagen anpassen.
Auch andere Modelle gehen von hohen Werten für diese Verbrauchsflexibilität aus. Die Frage ist jedoch: Ist das realistisch? Kann man sich darauf verlassen, dass tatsächlich genügend Verbraucher und Verbraucherinnen mitmachen? Was ist technisch überhaupt möglich? Mit welcher Sicherheit lassen sich Stromerzeugung und -verbrauch für 2030 abschätzen? Wie kann eine Strategie diese Unsicherheiten berücksichtigen? Welche Vorkehrungen könnten die gewohnte Stabilität des Stromnetzes und damit der Stromversorgung erhalten, welche Rolle kommt der Strommarktreform zu? Was ändert sich damit für Verbraucher? Diese und weitere Fragen haben wir in einem Press Briefing diskutiert.
Video und Transkript
Auf unserem Youtube-Kanal können Sie das Video in der Sprecheransicht oder Galerieansicht anschauen.
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Mitglied in der ‚Plattform klimaneutrales Stromsystem‘, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Fragen des zukünftigen Energiemarktdesigns berät.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte“
„Ich bin Mitinhaber einer Firma, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in netztechnischen Fragen berät und die den aktuellen Entwurf des Netzentwickungsplans begutachtet hat. Außerdem bin ich Mitglied im Beirat der RWE.“
Quellen
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[] BMWK (01.08.2023): Rahmen für die Kraftwerksstrategie steht – wichtige Fortschritte in Gesprächen mit EU-Kommission zu Wasserstoffkraftwerken erzielt. Pressemitteilung.
[] Science Media Center (2023): „Das erneuerbare Energiesystem – Ausblick auf die Kraftwerksstrategie“. Data Report.
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Mitglied in der ‚Plattform klimaneutrales Stromsystem‘, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Fragen des zukünftigen Energiemarktdesigns berät.“
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte“
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Mitinhaber einer Firma, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in netztechnischen Fragen berät und die den aktuellen Entwurf des Netzentwickungsplans begutachtet hat. Außerdem bin ich Mitglied im Beirat der RWE.“

