Neudiagnosen von AD(H)S bei Erwachsenen in Deutschland
Trend zu mehr Neudiagnosen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen in Deutschland
Bewusstsein für ADHS ist in den vergangenen Jahren auch durch die sozialen Medien gestiegen, einige Medien diskutieren allerdings ADHS als „Modediagnose“
Forschende werten die Entwicklung als positiv, Ursachen könnten eine Unterdiagnostik in der Vergangenheit und ein verbreiteteres Bewusstsein für ADHS sein, soziale Medien spielten eine ambivalente Rolle
Neudiagnosen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) (zusammen AD(H)S) bei Erwachsenen sind in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland häufiger geworden. Dies zeigt eine Auswertung bundesweiter Abrechnungsdaten vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Sie ist im Fachjournal „Deutsches Ärzteblatt International“ veröffentlicht worden (siehe Primärquelle).
Die besonders bei Kindern bekannte AD(H)S bleibt vielen Betroffenen auch vollständig oder teilweise bis ins Erwachsenenalter bestehen. Hinzu kommen neue in der späteren Entwicklung aufgetretene Fälle [I]. Über die gesamte Lebensspanne hinweg kommt die AD(H)S mit zunehmendem Lebensalter seltener vor. Global wird von einer AD(H)S-Prävalenz von etwa 2,5 Prozent bei 19- bis 45-Jährigen ausgegangen [II]. Die Prävalenz beschreibt, wie viele Menschen einer Population ein Merkmal zu einem Zeitpunkt haben, in diesem Fall also ADHS. In Deutschland hatten im Jahr 2014 jedoch nur 0,4 Prozent der Erwachsenen eine AD(H)S-Diagnose, wie aus Daten der Allgemeinen Ortskrankenkasse AOK hervorgeht (administrative Prävalenz). Schon damals wurden zunehmend häufigere AD(H)S-Diagnosen bei Erwachsenen festgestellt. Nach wie vor gehen Forschende allerdings von einer Unterdiagnostik aus [III].
Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP), Universitätsklinikum Würzburg
Interpretation der Ergebnisse
„Die vorliegende Studie untersucht die Inzidenz von ADHS im Erwachsenenalter auf der Basis von Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherungen. Es wird im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme der Inzidenz registriert. In dieser Studie beschreibt die Inzidenz neue Diagnosen und nicht die Prävalenz, also die Gesamthäufigkeit in einer Bevölkerung.“
„Insgesamt belegen die Daten einen bereits zuletzt verzeichneten Trend, dass die weiterhin bestehende Unterdiagnostizierung von ADHS im Erwachsenenalter sich langsam reduziert. Epidemiologische Studien gehen von einer Prävalenzschätzung, also einer geschätzten Häufigkeit, von etwa 2,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland aus. Die hier ermittelten Inzidenzen, also Neudiagnosen, bewegen sich auch bei jungen Frauen deutlich unter einem Prozent und nehmen mit zunehmendem Alter deutlich ab. Auf Basis der Neudiagnosen kann man aber nicht auf die Prävalenz in der Bevölkerung schließen. Es ist aus internationalen Daten auch zu erwarten, dass mit zunehmendem Alter die Häufigkeit von ADHS abnimmt.“
Limitationen
„Insgesamt bestehen jedoch eine Reihe von Limitationen, die auf der zugrundeliegenden Datenbasis beruhen. Zum einen wissen wir aus anderen Studien im Kindes- und Jugendalter, dass die Diagnosedaten bei den Krankenkassen von den Familien oftmals nicht gewusst und wiedergegeben werden können [1] und etwa die Hälfte der Betroffenen keine spezifische Therapie erhält [2]. Das zeigt zum Beispiel das INTEGRATE-ADHD-Projekt des Robert Koch-Instituts, gefördert durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Damit bleibt grundsätzlich unklar, ob die Diagnosen den Betroffenen tatsächlich bekannt sind und ob sie zu weitergehenden Gesundheitsleistungen führen, auch wenn die Diagnosen als gesichert gekennzeichnet sind.“
„Trotz der Zunahme der Inzidenz bleibt unklar, ob bei den Betroffenen früher – im Kindes- und Jugendalter – bereits die Diagnose gestellt wurde. In der vorliegenden Studie wurden die letzten zwei zurückliegenden Jahre bewertet und die Personen eingeschlossen, die in diesem Zeitraum keine ADHS-Diagnose bekommen hatten. Die Abwesenheit einer Diagnose kann auch dadurch begründet sein, dass diese abgelehnt wurde oder es keine therapeutischen Maßnahmen gab. Insofern gibt es durch das Studiendesign keine Möglichkeit zu erkennen, wie viele der Fälle tatsächlich neue Diagnosen darstellen.“
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
„Es ist nicht ganz klar, warum sich die Häufigkeit der Neudiagnosen bei Frauen und Männer unterscheidet und nun vermehrt annähert. Im Kindes- und Jugendalter sind Jungen etwa dreimal häufiger von ADHS betroffen und bekommen sogar noch häufiger eine Therapie als Mädchen. Schon hier ist die Symptomatik unterschiedlich: Bei Mädchen dominiert die Aufmerksamkeitsproblematik, bei Jungen zeigt sich vermehrt Hyperaktivität und Impulsivität. Die Gründe dafür sind noch unklar, es könnten sowohl biologische Faktoren als auch soziale Erwartungen eine Rolle spielen.“
„Die Zunahme der Neudiagnosen bei jungen Frauen könnte daran liegen, dass sie generell erst später als Männer mit AHDS diagnostiziert werden. Die Hyperaktivität und Impulsivität nimmt im Entwicklungsverlauf der ADHS im Leben ab – dadurch könnten von den bereits diagnostizierten Männern anteilig weniger klinisch relevante Betroffene für Neudiagnosen übrigbleiben. Die Frauen, deren Aufmerksamkeitsproblematik weiterbesteht, könnten auch deswegen nun einen wachsenden Anteil der Neudiagnosen ausmachen. Dass dieser Frauenanteil in den vergangenen Jahren größer geworden ist, könnte zudem an der steigenden Bekanntheit und Wahrnehmung von ADHS-Symptomen liegen.“
Versorgungssituation für Erwachsene mit ADHS
„Schließlich kann durch die erhebliche Steigerung der Inzidenz der Eindruck entstehen, dass es zu einer explosiven, erhöhten Inanspruchnahme in der Bevölkerung gekommen ist. Das eigentliche Problem ist jedoch weiterhin die Unterdiagnostizierung und insbesondere die mangelnden Behandlungsmöglichkeiten. Nur wenige niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte oder Ambulanzen bieten Diagnostik oder therapeutische Maßnahmen für Betroffene mit ADHS im Erwachsenenalter an. Auch sicher diagnostizierte Personen finden regelhaft keine Anlaufstelle, die beispielsweise eine in Kindheit und Jugend verschriebene Medikation im Erwachsenenalter weiter verschreibt. Ein zunehmendes Problem stellen hierbei auch Angebote in Form von IGeL-Leistungen dar (individuelle Gesundheitsleistungen, nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen; Anm. d. Red.), die eigentlich Aufgabe der Regelversorgung sind.“
ADHS in den sozialen Medien
„Ein weiteres Problem stellen gesundheitsbezogene Influencer in den sozialen Medien dar. Sie beschreiben sehr unscharfe und oftmals auch falsche Kriterien von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen, was zu einer zunehmenden Inflation von Selbstdiagnosen führt. Inwiefern diese Entwicklung sich in der Zunahme von Diagnosen bei den Krankenkassen abbildet, bleibt unklar.“
Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn
Interpretation der Ergebnisse
„Dies ist eine wertvolle Studie, die altersgruppenspezifisch die jährlichen Inzidenzraten untersucht. Sie vermerkt einen deutlichen Anstieg, besonders bei den Frauen. Die Ergebnisse könnten dazu verleiten, ADHS als Modediagnose und als überdiagnostiziert zu bezeichnen. Hiermit muss man allerdings vorsichtig sein, weil eine wichtige Information fehlt: die administrative Prävalenz. Administrative Prävalenz bedeutet in diesem Zusammenhang: Wie viele der gesetzlich Versicherten haben eine Diagnose in ihren Abrechnungsdaten? Wir gehen in der Bevölkerung von schätzungsweise 2,5 Prozent ADHS-Betroffenen aus. Bislang lagen die administrativen Prävalenzen aber mit 0,2 bis 0,4 Prozent weit darunter – allerdings aus einer Studie im Jahr 2017 [III]. Ob es aktuell durch den Inzidenzanstieg vielleicht schon eine höhere administrative Prävalenz von einem Prozent oder mehr gibt, bleibt also unklar. Es wäre eine positive Entwicklung, wenn sich diese administrative Prävalenz der realistischen Prävalenz annähert. Die Inzidenzen aus dieser Studie sagen ohne diese Information nichts über eine Überdiagnostik aus.“
„Die Ergebnisse bedeuten, dass das Bewusstsein auch in den Praxen und in den Ambulanzen steigt. Menschen, die bisher unterdiagnostiziert waren, werden nun diagnostiziert und behandelt. Das sehe ich als positive Entwicklung, denn die ADHS geht mit vielen Komorbiditäten einher und hat auch Auswirkungen auf die Sterblichkeit und auf die Unfallraten.“
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
„Wir wissen aus bevölkerungsbasierten Stichproben, dass die Verteilung bei Männern und Frauen im Erwachsenenalter ungefähr gleich ist. Im Kindesalter ist die Verbreitung von ADHS eher jungenlastig, da die Mädchen eher übersehen wurden. Dies hat auch mit Stereotypen der ADHS zu tun, bei denen die Hyperaktivität und die Impulsivität im Vordergrund stehen. Mädchen haben generell eher aufmerksamkeitsbezogene Symptome.“
„Registerdaten aus Schweden zeigen, dass bei Frauen die ADHS-Diagnose drei bis vier Jahre später gestellt wird und sie mehr Gesundheitsleistungen und Medikamente in Anspruch nehmen [3]. Das heißt, dass die spätere Diagnostik negative Auswirkungen und auch Fehlbehandlungen wegen Fehldiagnosen bei den Frauen nach sich zieht. Insofern ist es gut, dass gerade die jungen Frauen offensichtlich bei der Diagnosehäufigkeit nachholen und hier eine Sensibilität für das Thema besteht.“
Ursachen der steigenden Inzidenz
„Wir Forschende haben zu den steigenden Diagnosezahlen beigetragen, indem wir aufklären und Vorträge halten. Letztendlich denke ich, dass auch das Bewusstsein im Kollegium inzwischen höher ist als vor 25 Jahren oder auch vor 10 Jahren – das ist eine positive Entwicklung. Auch in der Gesellschaft gibt es jetzt eine größere Sensibilität für das Thema.“
ADHS in den sozialen Medien
„Untersuchungen zur Validität von Selbsttests zeigen, dass ein Großteil davon die diagnostischen Kriterien leider nicht voll abbildet und es damit sicherlich zu Fehleinschätzungen kommt. Auch Videos in sozialen Medien bilden die Symptomatik nicht ganz ab und vernachlässigen einige Symptome. Auf der anderen Seite sind es größtenteils junge diagnostizierte Leute, die für sich individuell wissen, wovon sie sprechen. Sie tragen dazu bei, dass das Bewusstsein für ADHS steigt.“
„Soziale Medien haben also zwei Seiten: Einerseits können Inhalte die Sensibilität für ADHS steigern. Andererseits könnten sie die Schwelle senken, sich anhand einer fälschlichen Selbstdiagnose in einer Diagnostik vorzustellen. Es wäre schön, die Aufklärung in sozialen Medien gemeinsam mit Fachleuten zu machen und zusammen Formate zu schaffen.“
Limitationen
„Nach den aktuellen Leitlinien sollte es ein Facharzt oder eine Fachärztin für Psychiatrie, Neurologie oder Nervenheilkunde oder eine Psychotherapeutin sein, die ADHS diagnostiziert. Ob die Diagnosen aus dieser Studie leitliniengerecht erfolgt sind, ist unklar.“
„In einer Studie aus Würzburg wurde gezeigt, dass ein großer Teil der Eltern nicht weiß, dass bei ihren Kindern die ADHS-Diagnose gestellt wurde [1]. In einer nachfolgenden leitlinienbasierten Diagnostik konnte ein Sechstel der Diagnosen nicht verifiziert werden [4]. Das bedeutet: Die gestellten Diagnosen im Krankenkassensystem waren zum Teil den Eltern nicht bekannt und ließ sich zum Teil nicht mehr nachvollziehen, wenn die Kinder einbestellt wurden. Interessant wäre es auch für Erwachsene, ob den Versicherten ihre Diagnose immer bewusst ist und ob diese leitlinienbasiert gestellt wurde. Dies wäre eine sinnvolle Folgeuntersuchung. Außerdem ist wichtig, zu untersuchen, wer im Anschluss eine Therapie bekommt, wie lange sie durchgeführt wird, und ob die Diagnose in den Folgejahren weiterhin gestellt wird. Diese Informationen würden noch mehr über die Versorgung aussagen.“
Versorgungssituation für Erwachsene mit ADHS
„Wir haben in Deutschland eines der teuersten medizinischen Versorgungssysteme und machen vieles auch gut. Aber die Wartezeiten für ADHS-Diagnostik sind viel zu lang, in Bonn zum Beispiel über ein Jahr. Dieses Problem werden wir auch allein mit den Psychiatern und Psychotherapeuten nicht lösen können. Es braucht die Hausärzte, die die betroffenen Familien oft lange kennen und erste Screening-Tools anwenden können. Sie können erste Aufklärung vermitteln und dann in lokalen Netzwerken mit Psychiatern oder Psychotherapeuten gemeinsam die Versorgung stemmen.“
„Es gibt sicher Bereiche, in denen ADHS-Diagnosen zu selten gestellt werden. Aufgeklärte Menschen können sich leichter um einen Diagnostiktermin kümmern. Bei Menschen, die eher Probleme haben, Zugang zu Informationen zu bekommen, könnte es auch eine größere Dunkelziffer geben.“
Ärztlicher Leiter der Zentralambulanz, Oberarzt der Psychiatrischen Ambulanz sowie Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe ADHS im Erwachsenenalter, Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim
Interpretation der Ergebnisse
„Die aktuellen Zahlen wirken auf den ersten Blick hoch. Tatsächlich entsprechen sie aber einer erfreulichen Entwicklung: Bei einer weltweiten ADHS-Prävalenz von rund 2,5 Prozent im Erwachsenenalter würde es – auf Basis der aktuellen Diagnoseinzidenz, der Bevölkerungszahl und des -zuwachses – etwa zwölf Jahre dauern, bis alle ADHS- Fälle in diesem Zeitraum in Deutschland identifiziert wären. Noch 2015 hätte dieser Prozess rein rechnerisch fast 70 Jahre gedauert.“
„Wie stark die Inzidenz weiter steigen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Für die nächsten Jahre ist ein weiterer Anstieg wahrscheinlich, bevor sich die Zahlen auf dem Niveau der tatsächlichen Prävalenz einpendeln.“
Ursachen der steigenden Inzidenz
„Der Anstieg der Inzidenzen zeigt also vor allem, dass die lange bestehende Unterdiagnostik aufgeholt wird.“
„Um dies zu verstehen, ist es wichtig, sich Folgendes bewusst zu machen: ADHS im Erwachsenenalter ist ein relativ junges Konzept und die leitliniengerechte medikamentöse Behandlung über die gesetzliche Krankenversicherung ist erst seit 2012 möglich. Gründe für die Geschwindigkeit dieses Aufholens sind zusätzlich sicher ein zunehmendes Bewusstsein für ADHS, Entstigmatisierung und vermutlich auch zunehmende Beeinträchtigung und Leidensdruck durch Veränderungen gesellschaftlicher Anforderungen und Kompensationsmöglichkeiten.“
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
„Die Angleichung der Inzidenzen bei Frauen und Männern im Erwachsenenalter ist als Aufholeffekt zu verstehen. Mittlerweile ist es wissenschaftlicher Konsens, dass die Häufigkeit der ADHS geschlechterunabhängig ist. Bei Mädchen und jungen Frauen wirkt sich die Symptomatik jedoch oft weniger auf das Umfeld aus als bei Jungen. Deswegen wird die Initiative zur Diagnostik nicht schon früh von Eltern und Lehrern, sondern erst mit zunehmend selbst wahrgenommener Beeinträchtigung durch die Betroffenen selbst ergriffen. Die im Kindesalter ‚verpassten‘ Diagnosen werden dann im Erwachsenenalter ‚nachgeholt‘.“
Diagnosestellung
„Individuelle Eigenart und behandlungsbedürftige Störung voneinander abzugrenzen ist insbesondere bei langanhaltenden psychischen Störungen nicht immer einfach. Entscheidend ist die Frage, ob deutliche Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen vorliegen. Fachgerecht gestellt pathologisiert die Diagnose also keine normalen Eigenschaften.“
„Durch Information über ADHS – beispielsweise in Medien oder im Arztgespräch bei Diagnosestellung der Kinder – erkennen viele Betroffene erstmals Ähnlichkeiten und streben daraufhin eine weitere Diagnostik an. Diese ‚Selbstdiagnose‘ erfüllt eine wichtige Funktion, ähnlich eines – allerdings unsystematischen – Screenings. Die Genauigkeit und Verlässlichkeit einer Selbstdiagnose sind dabei unter anderem vom Informationsstand, der Fähigkeit zur Selbstreflexion und den eigenen Normvorstellungen abhängig. Wenn aus den entdeckten Symptomen Beeinträchtigung und Leid resultieren, sollte auf jeden Fall eine professionelle Diagnostik angestrebt werden. Hierfür ist es dann wichtig, offen für den Prozess und das Ergebnis zu sein.“
Versorgungssituation für Erwachsene mit ADHS
„Die Diagnostik und Versorgung von Erwachsenen mit ADHS ist in Deutschland weiterhin nicht zufriedenstellend: Diagnostik wird oft nur in Spezialsprechstunden angeboten und diese sind Großteils überlastet. Viele Fachärzte bieten noch keine strukturierte ADHS-Diagnostik oder medikamentöse Therapie an. Die Zahl der im Erwachsenenalter zugelassenen Medikamente und das ADHS-Wissen bei FachärztInnen, psychologischen PsychotherapeutInnen, HausärztInnen und KlinikärztInnen nimmt jedoch in den vergangenen zehn Jahren merklich weiter zu. Dies lässt auf eine weitere Verbesserung der Versorgungslage hoffen. Eine Behandlung erfolgt je nach Schweregrad mit Psycho- und/oder Pharmakotherapie, teils entscheiden sich PatientInnen nach eingehender Information auch gegen eine spezifische Behandlung.“
Auf die Frage, ob sich auch gesellschaftlich etwas ändern muss:
„Gesellschaftlich wäre es wünschenswert, Arbeits- und Lernumfelder so zu gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Aufmerksamkeitsprofilen und Organisationsfähigkeiten ihre Stärken besser einbringen können und weniger Beeinträchtigung durch ihre Defizite erleben.“
Unterschiede von ADHS bei Erwachsenen und Kindern
„Im Erwachsenenalter rücken Defizite in der Selbstorganisation und der emotionalen Regulation stärker in den Vordergrund. Gegenüber dem Kindesalter steigen einerseits die zu bewältigen Organisationsanforderungen sowie die sozialen Erwartungen, während andererseits die Unterstützung abnimmt. Ebenso steigt über die Lebensspanne die Bedeutung psychischer und körperlicher Begleiterkrankungen wie Depressionen, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch diese Aspekte tragen dazu bei, dass ADHS mit einer signifikant reduzierten Lebenserwartung einhergeht. Dies verdeutlicht, dass ADHS eine ernstzunehmende, chronische Erkrankung ist, deren lückenlosere Diagnostik individuell und gesundheitsökonomisch positiv zu beurteilen ist.“
Leiterin der Arbeitsgruppe ADHS und Borderline-Persönlichkeitsstörung im Erwachsenenalter und Oberärztin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg
Einordnung der Ergebnisse in den bisherigen Kenntnisstand
„Zahlen zur Inzidenz oder Inzidenzentwicklung von ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen in Deutschland gab es bislang nicht. Zur Schätzung von Inzidenzen gibt es bisher keine etablierte Vorgehensweise [5].“
„Bei einer Erkrankung, die wie die ADHS seit der Kindheit besteht und angeboren ist, spiegeln die Inzidenzzahlen nicht das Auftreten der Erkrankung wider. Stattdessen zeigen sie den Zeitpunkt der Diagnose dieser Entwicklungsstörung an. Für die vorliegende Veröffentlichung wurden Fälle gezählt, bei denen nach zwei Jahren ohne dokumentierte Diagnose eine Diagnose gestellt wurde.“
„Zahlen zur Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und auch Inzidenztrends waren in der Vergangenheit vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung berichtet worden. Bis 2016 fanden sich dort über die Zeit recht stabile Zahlen für ADHS-Diagnoseprävalenzen bei Kindern und Jugendlichen [6].“
„Zahlen aus den Vereinigten Staaten von Amerika zeigen Fluktuationen in den ADHS-Inzidenztrends – zum Beispiel einen Rückgang der Inzidenz für Erwachsene in den Jahren 2016 bis 2020. In den Jahren 2020 bis 2023 gab es dort wieder eine Zunahme der Inzidenz. Um die Größenordnungen einordnen zu können: In den USA werden Inzidenzen für Erwachsene von 0,78 Prozent im Jahr 2016 und 0,93 Prozent im Jahr 2023 berichtet [7].“
Ursachen der steigenden Inzidenz
„Aus der vorliegenden Veröffentlichung ist eine Zunahme der Inzidenzen der ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen in dem Zeitraum zwischen den Jahren 2015 und 2024 ablesbar. Dieser Trend in der vorliegenden Abbildung beginnt ab 2021 und fällt bei jungen Erwachsenen und bei jungen Frauen am stärksten ins Gewicht. Die Hintergründe dieses Trends sind unbekannt und können dieser Veröffentlichung nicht entnommen werden.“
„Es ist anzunehmen, dass es sich bei vielen hier diagnostizierten Fällen um verspätete Diagnosen handelt. Das bedeutet: Die Betroffenen waren bereits im Kindesalter betroffen, wurden aber nicht diagnostiziert. Nun kommen sie zum Beispiel aufgrund zunehmender Sensibilität für das Thema ADHS ‚verspätet‘ im Erwachsenenalter zur Diagnostik. Dies ist insbesondere für Mädchen und Frauen plausibel. Denn bei ihnen ist bekannt, dass sie unter anderem aufgrund der etwas anderen Symptompräsentation im Kindesalter weniger auffallen. Daher werden sie seltener diagnostiziert. Dass sich die Prävalenz von AHDS bei Männern und Frauen angleicht, entspricht dem wissenschaftlichen Kenntnisstand.“
„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Personen, die bereits im Kindesalter diagnostiziert waren, nach einer zeitlichen Lücke von mehr als zwei Jahren ‚erneut‘ eine Diagnose erhalten. Dadurch werden sie bei der hier dokumentierten Inzidenz mitgezählt. Dies könnten Personen sein, die aufgrund zunehmenden Bewusstseins für ADHS als Erwachsene eine Beratung oder Behandlung für sich wünschen oder in Erwägung ziehen. Es ist vor dem Hintergrund anderer Veröffentlichungen plausibel, dass auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ein weiterer Grund für die hier berichtete Entwicklung sind. Die COVID-19-Pandemie hatte insbesondere bei Mädchen und Frauen zu höherer psychischer Belastung geführt.“
ADHS in den (sozialen) Medien
„Es ist nach den aktuellen Berichten aus dem medizinischen Versorgungssystem und von Betroffenen richtig, dass es aktuell einen sehr hohen Diagnostikbedarf gibt. Die mediale Präsenz der ADHS ist hoch, sie bekommt viel Aufmerksamkeit. Dabei besteht auch die Gefahr, dass das Konzept ‚verwässert‘ wird. Es ist möglich, dass Menschen sich mit ADHS-typischen Eigenschaften, Merkmalen und Erfahrungsberichten identifizieren, obgleich sie nicht die diagnostischen Kriterien erfüllen. Wie der aktuelle Trend weitergehen wird, ist aktuell ungewiss. Der diagnostische Prozess erfordert eine ausführliche Anamnese und Beurteilung durch Fachleute.“
Unterschiede von ADHS bei Erwachsenen und Kindern
„Die Beeinträchtigungen des Selbstkonzeptes fallen im Erwachsenenalter schwerer ins Gewicht und sollten auch in der Behandlungsplanung mitberücksichtigt werden. Sie sind durch eine medikamentöse Behandlung im Gegensatz zur Kernsymptomatik oft nicht im gleichen Maße zu bessern.“
Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Interpretation der Ergebnisse
„Bislang wurden überwiegend Daten zur Prävalenz der ADHS im Erwachsenenalter publiziert, weniger zu Neudiagnosen, also den Inzidenzzahlen. Allerdings ist zu bedenken, dass der Zeitraum für Diagnosefreiheit nur zwei Jahre betrug. Es ist bekannt, dass viele Patienten zwischen Jugend- und Erwachsenenalter aus der Versorgung ‚herausfallen‘. Daher dürfe es sich bei einem nicht kleinen Teil der Patienten um erneute, aber nicht ‚neue‘ Diagnosen handeln. Die Daten sind auf dem Boden einer Prävalenz von ADHS in der Altersgruppe von circa drei Prozent zu interpretieren. Die genannten Inzidenzen liegen weit darunter. Ohne Angabe von Prävalenzzahlen in der gleichen Stichprobe sind die Zahlen allerdings schwer einzuordnen.“
Ursachen der steigenden Inzidenz
„Die Zunahme ist meines Erachtens am ehesten auf eine vermehrte Sensibilität zurückzuführen. Das Krankheitsbild ‚adultes ADHS‘ ist bei Patienten wie auch bei Ärzten und Psychologen mehr bekannt und akzeptiert. Das führt zu einer steigenden Diagnoserate. Auch ist seit Anfang der 2010er Jahre Methylphenidat für Erwachsene zugelassen, was mit einer Latenz zu steigenden Diagnoseraten führt. Gerade in der jüngeren ‚GenZ‘-Bevölkerung genießt das Krankheitsbild eine erhebliche Bekanntheit in den sozialen Medien, was ebenfalls zu einem Hilfesuchverhalten führt.“
Auf die Frage, ob es sich bei dieser Zunahme um einen „Hype“ oder eine Pathologisierung normaler Eigenschaften handelt:
„Aus den Inzidenzzahlen, die ja weit unter der Prävalenz liegen, lässt sich das nicht ableiten. Selbstdiagnosen führen sicherlich dazu, dass Diagnosen aus dem medizinischen System nachgefragt werden und tragen zu einer gesteigerten Diagnoserate bei. Daraus einen Hype oder eine Pathologisierung von Normalität abzuleiten, ist jedoch nicht statthaft.“
Zukünftige Entwicklung
„Wie stark die Inzidenzraten weiter steigen werden, hängt sehr davon ab, inwieweit die Patienten bereits im Kindes- und Jugendalter korrekt identifiziert werden. Wenn man sich beispielsweise die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika ansieht, ist dort bereits eine Annäherung der administrativen an die epidemiologischen Prävalenzen gegeben (administrative Prävalenz: wie viel Prozent der Menschen eine ADHS-Diagnose hat, epidemiologische Prävalenz: wie viel Prozent der Menschen ADHS hat; Anm. d. Red.). Das ist auch das Ende einer Steigerung der Diagnoseraten – eine solche Annäherung würde ich auch für Deutschland erwarten. Wann dies jedoch der Fall ist, vermag ich nicht zu sagen.“
Versorgungssituation für Erwachsene mit ADHS
„Im Erwachsenenalter besteht hier nach wie vor eine Lücke, es wird zu wenig Diagnostik und Therapie angeboten. Hier ist dringend eine Verbesserung angezeigt.“
Auf die Frage, ob alle diagnostizierten Fälle auch therapiert werden müssen:
„Dies ist nicht der Fall, eine Therapie ist bei entsprechendem Leidensdruck und Funktionseinschränkungen angezeigt, aber nicht generell. Wenn eine Therapie indiziert ist, ist im Erwachsenenalter die medikamentöse Therapie die erste Wahl.“
„Ich bin Vorstandsmitglied des Selbsthilfevereins ADHS Deutschland e.V. und Autor von Lehrbüchern zu Psychotherapie und Pharmakotherapie.“
„In den vergangenen fünf Jahren saß ich in Beiräten, hielt Vorträge, führte Phase-3-Studien durch und erhielt Reisekostenzuschüsse von: MEDICE Arzneimittel, Pütter GmbH und Co KG, Takeda, Boehringer und Janssen-Cilag. Ich erhalte Vergütungen aus Büchern, die von Elsevier, Hogrefe, MWV, Kohlhammer, Karger, Oxford Press, Thieme, Springer und Schattauer veröffentlicht wurden. Ich bin Mitglied der deutschen ADHS-Leitliniengruppe und Mitautorin der aktualisierten europäischen Konsenserklärung. Außerdem bin ich Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von ADHS Deutschland e.V. und in der Leitungsgruppe des zentralen ADHS-Netzes.“
„Ich habe Vorträge gehalten und/oder Artikel geschrieben für: Medice Novartis, Shire (Takeda), Lilly, IHK Rhein-Neckar und den Bezirksverband Rhein-Neckar im BVK e.V.. Ich habe Studien für Lilly und Shire (Takeda) durchgeführt.”
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich bin im Fachbeirat von beziehungsweise habe Vorträge gehalten für Shire/Takeda, Medice. Ich arbeite an der S3-Leitlinie zu ADHS mit.“
Primärquelle
Ivanova M et al (2025): The incidence of AD(H)D spectrum disorders in adults: An analysis of nationwide claims data of the statutory health insurance system in Germany, 2015–2024. Deutsches Ärzteblatt International. DOI: 10.3238/arztebl.m2025.0167.
Weiterführende Recherchequellen
Science Media Center (2025): Tiktok-Videos zur ADHS: Bewertung und Wirkung. Statements. Stand: 19.03.2025.
Science Media Center (2024): Evidenz zur Behandlung von Erwachsenen mit ADHS. Statements. Stand: 18.12.2024.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Schlack R et al. (2024): Häufigkeitsunterschiede zwischen administrativen und elternberichteten ADHS-Diagnosedaten von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung soziodemografischer Faktoren – Ergebnisse aus dem Projekt INTEGRATE-ADHD. Journal of Health Monitoring. DOI: 10.25646/12477.
[2] Kaman A et al. (2025): Utilization of mental health care services among children and adolescents with ADHD in Germany: Treatment satisfaction and factors influencing access. Journal of Attention Disorders. DOI: 10.1177/10870547251357756.
[3] Skoglund C et al. (2024): Time after time: failure to identify and support females with ADHD – a Swedish population register study. Journal of Child Psychology and Psychiatry. DOI: 10.1111/jcpp.13920.
[4] Schlack R et al. (2025): ADHS in Deutschland: Vergleich und Integration von administrativen und epidemiologischen ADHS-Diagnosedaten durch klinisches Assessment – Ergebnisse aus dem Konsortialprojekt INTEGRATE-ADHD. Das Gesundheitswesen. DOI: 10.1055/s-0045-1802284.
[5] Grobe TG et al. (2025): Schätzungen von Inzidenzen psychischer Störungen in GKV-Routinedaten: Methoden und Trends 2006 bis 2022. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. DOI: 10.1007/s00103-025-04080-y.
[6] Akmatov MK et al. (2018): Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen in der ambulanten Versorgung in Deutschland. Teil 3 – Identifizierung raumzeitlicher Cluster der Diagnoseprävalenz im Zeitraum 2009 bis 2016. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Versorgungsatlas-Bericht Nr. 18/02. DOI: 10.20364/VA-18.02.
[7] Paul ML et al. (2025): Incidence of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder Between 2016 and 2023: A Retrospective Cohort. Psychiatric Research and Clinical Practice. DOI: 10.1176/appi.prcp.20240121.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Posner J et al. (2020): Attention-deficit hyperactivity disorder. The Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(19)33004-1.
[II] Simon V et al. (2009): Prevalence and correlates of adult attention-deficit hyperactivity disorder: meta-analysis. British Journal of Psychiatry. DOI: 10.1192/bjp.bp.107.048827.
[III] Bachmann CJ et al. (2017): ADHS in Deutschland: Trends in Diagnose und medikamentöser Therapie. Deutsches Ärzteblatt International. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0141.
Prof. Dr. Marcel Romanos
Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP), Universitätsklinikum Würzburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Vorstandsmitglied des Selbsthilfevereins ADHS Deutschland e.V. und Autor von Lehrbüchern zu Psychotherapie und Pharmakotherapie.“
Prof. Dr. Alexandra Philipsen
Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„In den vergangenen fünf Jahren saß ich in Beiräten, hielt Vorträge, führte Phase-3-Studien durch und erhielt Reisekostenzuschüsse von: MEDICE Arzneimittel, Pütter GmbH und Co KG, Takeda, Boehringer und Janssen-Cilag. Ich erhalte Vergütungen aus Büchern, die von Elsevier, Hogrefe, MWV, Kohlhammer, Karger, Oxford Press, Thieme, Springer und Schattauer veröffentlicht wurden. Ich bin Mitglied der deutschen ADHS-Leitliniengruppe und Mitautorin der aktualisierten europäischen Konsenserklärung. Außerdem bin ich Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von ADHS Deutschland e.V. und in der Leitungsgruppe des zentralen ADHS-Netzes.“
Dr. Oliver Hennig
Ärztlicher Leiter der Zentralambulanz, Oberarzt der Psychiatrischen Ambulanz sowie Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe ADHS im Erwachsenenalter, Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe Vorträge gehalten und/oder Artikel geschrieben für: Medice Novartis, Shire (Takeda), Lilly, IHK Rhein-Neckar und den Bezirksverband Rhein-Neckar im BVK e.V.. Ich habe Studien für Lilly und Shire (Takeda) durchgeführt.”
PD Dr. Swantje Matthies
Leiterin der Arbeitsgruppe ADHS und Borderline-Persönlichkeitsstörung im Erwachsenenalter und Oberärztin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Andreas Reif
Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin im Fachbeirat von beziehungsweise habe Vorträge gehalten für Shire/Takeda, Medice. Ich arbeite an der S3-Leitlinie zu ADHS mit.“