Social-Media-Nutzung nach Verbot in Australien
laut Umfrage haben in Australien trotz des Nutzungsverbotes mehr als 85 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren einen Social-Media-Account
Wirksamkeit von Verboten und Möglichkeiten zur Altersverifikation werden auch in Europa diskutiert, eine deutsche Expertenkommission hat Handlungsempfehlungen für die Politik veröffentlicht
Forschende: Erhebungen wichtig und Ergebnis wenig überraschend, Stichprobe schränke Aussagekraft der Studie ein; sinnvoller als ein schwer durchsetzbares Verbot sei ein für alle sicherer digitaler Raum
Das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Australien scheint schleppend anzulaufen. Drei Monate nach Inkrafttreten des Verbots gaben über 85 Prozent der circa 400 an einer Befragung teilnehmenden Jugendlichen an, auf mindestens einer der Plattformen angemeldet zu sein. Ein Drittel der Befragten war in dem Zeitraum nicht von einer Plattform aufgefordert worden, ihr Alter nachzuweisen. Die Ergebnisse der australischen Forschenden wurden im Fachjournal „The British Medical Journal“ veröffentlicht (siehe Primärquelle).
Als weltweit erstes Land hat Australien 2024 ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige beschlossen. Am 10.12.2025 trat das Gesetz in Kraft. Die Plattformanbieter sind dafür verantwortlich, das Alter der Nutzenden zu prüfen – wie sie das machen, bleibt ihnen überlassen.
Professor für IT-Sicherheit und Kryptographie, Bergische Universität Wuppertal
Auf die Frage, woran es liegt, dass die meisten unter 16-Jährigen noch auf den Social-Media-Plattformen sind:
„Weil sich Altersverifikationssysteme wie Altersangaben oder Selfie-Prüfungen leicht umgehen lassen. Auch aufwendigere Verfahren bieten aus meiner Sicht keinen wirksamen Schutz. Technische Sperren können motivierte Jugendliche kaum aufhalten.“
„Die derzeit in der Europäischen Union (EU) diskutierten Ansätze sind ebenfalls leicht zu umgehen. Wer eine Sperre umgehen möchte, kann etwa einen VPN-Dienst, fremde Accounts oder das Handy von Eltern oder älteren Geschwistern nutzen. Und erfahrungsgemäß finden Jugendliche oft noch weitere kreative Wege, technische Hürden zu umgehen. Wer eine Plattform nutzen will, wird einen Weg finden.“
Risiken von Altersverifikation
„Selbst, wenn die Altersverifikation funktionieren würde: Das größere Risiko ist, dass Jugendliche dann auf andere Plattformen ausweichen. Zum Beispiel auf Dark-Web-Seiten, die sich nicht an die Alterskontrolle halten. Wenn sie dadurch in weniger regulierte Bereiche des Internets abwandern, kann die Situation ja sogar schlechter werden.“
„Altersverifikation könnte Jugendliche auf Plattformen mit noch problematischeren Inhalten verdrängen, die außerhalb des Einflussbereichs der Altersverifikation liegen. Dann würde die Altersverifikation genau das Gegenteil dessen erreichen, was sie eigentlich erreichen will.“
Kontrollierte Teilhabe statt Verbote
„Ich halte die Suche nach einer rein technischen Lösung für einen Irrweg. Kinder- und Jugendschutz ist vor allem eine gesellschaftliche und keine technische Aufgabe. Daher sind rein technische Lösungen auch so schwierig.“
„Sicherheit entsteht durch sichere Rahmenbedingungen, nicht durch Verbote. Nehmen wir als Beispiel den Straßenverkehr. Dort haben wir schon recht gut verstanden, wie das geht. Wir akzeptieren, dass Kinder und Jugendliche am Verkehr teilnehmen. Wir schützen sie nicht, indem wir sie von der Straße fernhalten, sondern indem wir die Straße sicherer machen. Dazu gehören Ampeln, Zebrastreifen, Tempolimits vor Schulen und sichere Radwege. Gleichzeitig lernen Kinder etwa über die Risiken und wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen.“
„Kinderschutz funktioniert durch sichere Infrastruktur und Bildung, nicht durch Ausschluss. Dasselbe Prinzip sollte auch für soziale Medien gelten. Wir sollten die digitalen Umgebungen sicherer gestalten und Kinder und Jugendliche befähigen, Risiken zu erkennen.“
„Die entscheidende Frage ist also nicht, wie wir Kinder von sozialen Medien fernhalten, sondern wie wir soziale Medien für Kinder sicherer machen.“
Regulierung der Plattformen
„Für soziale Medien bedeutet das eine stärkere Regulierung der Plattformen selbst. Minderjährige könnten standardmäßig chronologische Feeds erhalten. Personalisierte Empfehlungen zu sensiblen Themen wie Essstörungen, Selbstverletzung oder Extremismus sollten verboten sein. Außerdem sollten Algorithmen nicht gezielt zu immer extremeren Inhalten weiterleiten.“
„Wir sollten also nicht nur die Inhalte selbst regulieren, sondern auch die ‚Verteilmaschine‘, also die Algorithmen, die sie verbreiten. Beispiel: Wenn ein Algorithmus Jugendliche systematisch in Selbstverletzungs- oder Essstörungsinhalte führt, sollte die Plattform unabhängig davon haften, ob die einzelnen Posts legal sind.“
„Dafür braucht es Transparenz, Nachweispflichten und unabhängige Audits. Wie schnell geraten neue Accounts in problematische Content-Sphären? Erhalten Minderjährige überproportional riskante Inhalte? Welche Folgen haben Änderungen am Design oder an den Algorithmen? Die Antworten auf diese Fragen sollten durch Audits von unabhängigen ForscherInnen überprüft werden.“
Medienkompetenz
„Der zweite wichtige Baustein ist Medienkompetenz. Kinder müssen lernen, soziale Medien sicher zu nutzen, begleitet von Eltern und Lehrkräften. Kinder brauchen nicht nur Schutz, sondern auch die Fähigkeit, Risiken selbst zu erkennen und verantwortungsvoll damit umzugehen. Das gelingt nicht, wenn man sie vollständig ausschließt. Medienkompetenz entsteht durch Anleitung, Erfahrung und Begleitung.“
„Wer Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter von sozialen Medien fernhält, darf nicht erwarten, dass die nötige Medienkompetenz dann bei Erreichen der Altersgrenze plötzlich vorhanden ist. Medienkompetenz bekommt man ja nicht einfach zum 16. Geburtstag geschenkt.“
„Aus meiner Sicht entsteht echter Kinder- und Jugendschutz nur durch sichere Plattformen und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien, nicht durch technische Zugangssperren, die sowieso viel zu leicht zu umgehen sind.“
Leiterin der Forschungsgruppe Internetnutzungsstörungen, Universitätsklinikum Tübingen
Methodik und Aussagekraft der Studie
„Die Stichprobengröße halte ich für in Ordnung. Eine größere bevölkerungsrepräsentative Auswahl wäre natürlich besser. Die Ergebnisse müssen mit der Limitation interpretiert werden, dass die Stichprobe die Bevölkerung nicht repräsentativ abbildet.“
„Der Erhebungszeitraum von drei Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes ist sehr kurz. Dennoch ist es absolut sinnvoll, jede Bestandsaufnahme zu nutzen, um systematisch Einblicke in die Situation der jungen Australierinnen und Australier zu erhalten. Die Ergebnisse dürfen aber nicht überinterpretiert werden. Dass die Umsetzung des Gesetzes Zeit braucht und nicht innerhalb weniger Monate erfolgreich sein wird, war zu erwarten. Daher überraschen mich die Zahlen nicht. Die Regierung sieht nun, wo es Bedarf gibt, nachzuschärfen. Die Studie zeigt auch, dass Jugendliche Wege finden, Social Media an dem Gesetz vorbei zu nutzen. Es braucht daher mehr als ein Gesetzt.“
„Die Studie zeigt erneut, dass die Nutzungszeiten von Social Media sehr hoch sind – in den älteren Altersgruppen auch in der Follow-up-Untersuchung nach eigenen Angaben drei bis vier Stunden pro Tag.“
Konsequenzen für Australien
„Die Umsetzung eines solchen Verbotes braucht Zeit. Es war aus meiner Sicht nicht zu erwarten, dass mit der politischen Entscheidung plötzlich alles anders wird. Ohne die aktive Unterstützung des Gesetzes durch die Bevölkerung, kann ein solches Verbot nicht gelingen. Kinder, Jugendliche, Eltern und Schulen müssen lernen, eine neue Normalität zu schaffen. Das geht nicht von heute auf morgen.“
„Australien muss nachschärfen und die strengere Umsetzung bei den Anbietenden einfordern. Australien sollte auch mehr in Elternbildung investieren. Dort, wo Anbieter das Verbot nicht erfolgreich umsetzen, sind die Eltern gefragt.“
Auf die Frage, inwieweit sich das Verbot auf zukünftige Generationen positiv auswirken könnte:
„Ob sich das Verbot auf weitere Generationen auswirkt, hängt davon ab, ob sich die Haltung gegenüber digitalen Medien – spezifisch gegenüber Smartphones und den damit verbundenen Anwendungen – in der australischen Gesellschaft verändert. Wenn wir davon ausgehen, dass das Gesetz im weiteren Verlauf erfolgreicher umgesetzt werden kann, schützen wir Kinder zumindest vor den spezifischen Risiken sozialer Medien. Wenn sich die Kinder aber mit der frei werdenden Zeit eher mit digitalen Spielen und KI-Interaktionen beschäftigen, haben wir vermutlich nicht viel gewonnen.“
Konsequenzen für Deutschland
„ Deutschland sollte sich nicht auf einem Social-Media-Verbot ausruhen. Eine Wende in der aktuellen Situation kann nur gelingen, wenn mehrere Maßnahmen ineinandergreifen. Dazu zählen zum Beispiel Safety by Design, Eltern-Empowerment, Medienkompetenzaufbau in der Schule bei gleichzeitig späterem Einstiegsalter für Gerätebesitz sowie die Stärkung analoger Freizeitangebote.“
„Die Altersverifikation muss in der Europäischen Union anders umgesetzt werden als in Australien. Ein Selfie oder ein Ausweisdokument an die Anbieter zu schicken, ist keine gute Lösung. Ich hoffe hier auf die kommende European Digital Identity Wallet.“
akademische Mitarbeiterin, Institut für Medien- und Kommunikationsiwssenschaften, Universität Mannheim
Methodik und Aussagekraft der Studie
„Die Studie ist methodisch insgesamt sorgfältig durchgeführt. Besonders positiv ist, dass die Forschenden Jugendliche sowohl vor als auch nach Einführung der Regulierung befragt haben. Außerdem vergleichen sie die Situation von Jugendlichen knapp unter und knapp über der Altersgrenze von 16 Jahren miteinander. Dadurch lässt sich die Wirkung der Regelung besser einschätzen als mit einer einfachen Vorher-Nachher-Befragung.“
„Obwohl mehr als 400 Jugendliche teilnahmen, stand für die eigentliche Wirkungsanalyse nur ein Teil der Stichprobe zur Verfügung. Die Autorinnen und Autoren weisen selbst darauf hin, dass kleinere, aber gesellschaftlich relevante Effekte deshalb möglicherweise nicht zuverlässig nachweisbar waren. Hinzu kommt, dass die Nutzung überwiegend über Selbstberichte erfasst wurde, die von objektiven Nutzungsdaten abweichen können [1].“
Bedeutung sozialer Medien für Jugendliche
„Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive ist besonders relevant, dass soziale Medien für viele Jugendliche zentrale soziale Funktionen und Bedürfnisse erfüllen. Dazu zählen Zugehörigkeit, Austausch, Selbstpräsentation und die Koordination sozialer Beziehungen. Ein Verbot führt nicht automatisch dazu, dass diese Bedürfnisse verschwinden oder anderweitig erfüllt werden.“
„Jugendliche orientieren sich stark am Verhalten Gleichaltriger. Wenn die meisten Gleichaltrigen weiterhin auf sozialen Medien aktiv sind, entstehen soziale Kosten des Ausstiegs, etwa weil Informationen, soziale Interaktionen oder gemeinsame Bezugspunkte verpasst werden.“
Signal durch ein nicht konsequent umgesetztes Verbot
„Wenn ein Verbot formal besteht, im Alltag aber leicht umgangen werden kann, kann dies die Glaubwürdigkeit der Regel schwächen. Außerdem kann es dazu beitragen, dass Umgehungsstrategien wie die Nutzung von Fake-Accounts oder fremden Accounts als normal wahrgenommen werden.“
Bedeutung konkreter Ziele für ein sinnvolles Verbot
„Die Studie macht deutlich, wie wichtig eine präzise Zieldefinition ist. Untersucht wurde hier vor allem, ob sich die Nutzung sozialer Medien verändert hat. Die häufig geäußerte Hoffnung, Altersbeschränkungen könnten die psychische Gesundheit von Jugendlichen verbessern, wurde in dieser Studie jedoch nicht untersucht.“
„In der politischen Debatte wird oft vermischt, ob Altersbeschränkungen die Nutzungsdauer senken, problematische Inhalte reduzieren oder die Entwicklung und Gesundheit von Jugendlichen fördern sollen. Je nach Ziel fällt die Bewertung der Maßnahme unterschiedlich aus.“
Lehren für Deutschland und andere Länder
„Zugleich zeigen aktuelle Übersichtsarbeiten und Metaanalysen, dass die Zusammenhänge zwischen allgemeiner Social-Media-Nutzung und psychischer Gesundheit meist klein und stark von individuellen sowie sozialen Kontextfaktoren abhängig sind [2]. Entscheidend scheint daher weniger zu sein, ob Jugendliche soziale Medien nutzen, sondern wie sie diese nutzen, welchen Inhalten sie begegnen und welche Rolle die Nutzung in ihrem Alltag spielt.“
„Für Deutschland ergibt sich daraus die Lehre, Regulierungsmaßnahmen nicht allein anhand von Nutzungszahlen zu bewerten. Neben Altersbeschränkungen sollten auch Medienkompetenz, die Unterstützung von Eltern sowie die Gestaltung digitaler Plattformen in den Blick genommen werden: etwa mit Blick auf Empfehlungsalgorithmen, personalisierte Feeds oder andere Mechanismen, die Nutzungserfahrungen prägen. Entscheidend ist letztlich, ob die angestrebten gesellschaftlichen und gesundheitlichen Ziele tatsächlich erreicht werden.“
Professor für Usable Security and Privacy, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Schwierigkeiten der Altersverifikation in Australien
„Der Gesetzgeber schreibt nur vor, dass Plattformen ‚angemessene Maßnahmen‘ treffen müssen, um die Altersgrenze durchzusetzen. Er spezifiziert diese aber nicht weiter [3]. Offenbar wurde dies von den Diensten zunächst relativ schwach ausgelegt: Die beiden in der Studie am häufigsten berichteten Altersverifikationsverfahren – Eingabe des Alters und Hochladen eines Selfies – sind inhärent unsicher und können sehr leicht umgangen werden. Darüber hinaus scheint es nach Auskunft der Studienteilnehmenden regelmäßig möglich zu sein, einen bereits vorhandenen Account nach Einführung des Verbots weiter zu benutzen, ohne diesen verifizieren zu müssen.“
Allgemeine Schwierigkeiten der Altersverifikation
„Tatsächlich ist eine sichere Implementierung von Altersverifikation nicht einfach. Vergleichsweise sichere Verfahren können aus Datenschutzperspektive problematisch sein. Das Einlesen eines Ausweises beispielsweise birgt Risiken für die Privatsphäre. Und es scheint – mit guten Gründen – nicht als alleinige Maßnahme zulässig zu sein [3].“
„Tatsächlich zeigt aktuelle – bislang unveröffentlichte – Forschung, dass starke Verfahren zur Altersverifikation häufig als kaum akzeptabel wahrgenommen werden [4].“
Wirkung von Verboten
„Verbote entfalten auch bei unvollständiger technischer Umsetzung ihre Wirkung: Sie geben Eltern ein Mittel an die Hand. Und die dahinterstehende Diskussion, die gegenwärtig geführt wird, kann Bewusstsein für die Problematik wecken. Ob solche Effekte im Fall von Australien eine Wirkung zeigen, wird man frühestens in der geplanten Follow-up-Studie sehen.“
Weitere Maßnahmen
„Darüber hinaus scheint es wichtig – speziell im Hinblick auf eine Regelung in der EU –, auch alternative und ergänzende Maßnahmen zu diskutieren. Zu den in der Literatur vorgeschlagenen Lösungen gehören eine bessere digitale Bildung an Schulen, verstärkte soziale Angebote und Unterstützung im Krisenfall, nachhaltige Ansätze zur langfristigen Förderung sowie die Stärkung mentaler Gesundheit von Kindern und Jugendlichen [5].“
„Ich habe bei dem Thema keine Interessenkonflikte.“
„In Bezug auf meine Forderung der Elternbildung ist zu erwähnen, dass ich die digitalen Elternangebote ISES! Kids (Internetsucht: Eltern stärken!) und ISES! Teens entwickelt habe. Ich bin nicht finanziell an einem Erfolg dieser Programme beteiligt, habe aber dennoch ein intrinsisches Interesse, dass sie genutzt werden und hilfreich sind.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Primärquelle
Barnes C et al. (2026): Assessing early effects of Australia’s Social Media Minimum Age Act on adolescents’ social media use: observational study. The British Medical Journal. DOI: 10.1136/bmj-2026-363695.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Parry DA et al. (2021): A systematic review and meta-analysis of discrepancies between logged and self-reported digital media use. Nature Human Behaviour. DOI: 10.1038/s41562-021-01117-5.
[2] Valkenburg PM et al. (2022): Social media use and its impact on adolescent mental health: An umbrella review of the evidence. Current Opinion in Psychology. DOI: 10.1016/j.copsyc.2021.08.017.
[3] Australian Government (2024): Social Media Minimum Age – Fact sheet. Stand: 24.06.2026.
[4] Cranor L: User (Non-)Compliance with Age Verification: Evidence from a Deceptive Web Experiment. Carnegie Mellon University. Stand: 24.06.2026.
[5] Panayiotou M et al. (2023): Time spent on social media among the least influential factors in adolescent mental health: preliminary results from a panel network analysis. Nature Mental Health. DOI: 10.1038/s44220-023-00063-7.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] eSafety Commissioner (2026): Under the new age restrictions: Early insights from Australian parents. eSafety Research.
[II] Brailovskaia J et al. (2025): Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Diskussionspapier. DOI: 10.26164/leopoldina_03_01307.
[III] Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Bestandsaufnahme. Stand: 15.04.2026.
[IV] Science Media Center (2026): Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit – Stand der Forschung. Statements. Stand: 10.06.2026.
[V] Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (24.06.2026): Expertenkommission veröffentlicht Handlungsempfehlungen. Meldung.
Prof. Dr. Tibor Jager
Professor für IT-Sicherheit und Kryptographie, Bergische Universität Wuppertal
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe bei dem Thema keine Interessenkonflikte.“
Dr. Isabel Brandhorst
Leiterin der Forschungsgruppe Internetnutzungsstörungen, Universitätsklinikum Tübingen
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„In Bezug auf meine Forderung der Elternbildung ist zu erwähnen, dass ich die digitalen Elternangebote ISES! Kids (Internetsucht: Eltern stärken!) und ISES! Teens entwickelt habe. Ich bin nicht finanziell an einem Erfolg dieser Programme beteiligt, habe aber dennoch ein intrinsisches Interesse, dass sie genutzt werden und hilfreich sind.“
Dr. Annabell Halfmann
akademische Mitarbeiterin, Institut für Medien- und Kommunikationsiwssenschaften, Universität Mannheim
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Markus Dürmuth
Professor für Usable Security and Privacy, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“