Moderator [00:00:00] Herzlich Willkommen, liebe Kolleginnen und Kollegen, zu unserem heutigen Press Briefing mit der Überschrift: "Vor Beginn der Weltklimakonferenz in Sharm El-Sheikh: Was wird wichtig auf der COP 27?" Ich freue mich, dass Sie da sind. Vielen Dank für Ihr großes Interesse und auch vielen Dank an die drei Experten, die sich die Zeit nehmen, um uns mit ihrer Expertise zu unterstützen. Ich möchte dieses Press Briefing gerne mit einem Zitat beginnen: "Die Anstrengungen gegen die Erderwärmung sind ein Kampf auf Leben und Tod für unsere Sicherheit heute und unser Überleben morgen. Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein moralischer Imperativ". Gesagt hat das UN-Generalsekretär António Guterres im September anlässlich der Vorbereitungskonferenz auf diese COP27. Die beginnt nun am kommenden Sonntag, am 6. November 2022, und das in einer ganz besonderen Zeit. Die Corona-Pandemie geht bald in ihr viertes Jahr. Mitten in Europa tobt ein brutaler Krieg mit all den weltpolitischen Verwerfungen und Unsicherheiten, die er mit sich bringt. Und gerade am vergangenen Wochenende verliert in Brasilien Bolsonaro die Wahl gegen Lula und auch das könnte wichtige Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der internationalen Klimapolitik haben. Wann immer im Vorfeld der COP etwas zu den Verhandlungen zu lesen war, tauchen immer wieder die gleichen Punkte auf: Defizite. Das Defizit bei den Ambitionen, das Defizit bei der Finanzierung, das Defizit bei der Umsetzung der gesteckten Ziele und nicht zuletzt das Gerechtigkeitsdefizit. Auch die COP beginnt in einer Zeit kurz nachdem die Welt-Meteorologie-Organisation WMO in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin vermeldet hat, dass die atmosphärischen Konzentrationen der drei wichtigsten Treibhausgase jeweils historische Höchststände erreicht haben. Man könnte also meinen, höchste Zeit für die Vertreterinnen und Vertreter der fast 200 Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in Ägypten Fortschritte zu erzielen. Aber das klingt ein bisschen wie ein Refrain eines jedes Jahr im Herbst wieder gesungenen Liedes. Die frage heute: Ist in diesem Jahr vielleicht doch etwas anders. Und um das zu klären, haben wir Sie zu diesem Press Briefing eingeladen und ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, um sich gemeinsam mit uns auf die kommenden beiden Wochen vorzubereiten. Mithilfe unserer drei Gäste wollen wir den Ausblick wagen, um dann am Ende etwas besser zu verstehen, was von der COP27 zu erwarten ist. Wann wäre sie ein Erfolg, wann wäre sie ein Misserfolg, welche Verhandlungspunkte müssen geklärt werden und welche könnten besonders umstritten sein. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, dieses Press Briefing ist da, damit Sie Ihre Fragen loswerden können. Die können Sie gerne hier unten bei Fragen und Antworten eintragen. Wir werden uns in Teamwork darum kümmern. Wir haben in der Vergangenheit nie alle Fragen geschafft, aber wir werden unser Bestmögliches tun. Ich stelle Ihnen jetzt die drei Experten kurz in alphabetischer Reihenfolge vor, stelle dann jeweils eine Frage und dann öffnen wir auch schon für Ihre Fragen. Also ran an die Tasten. Ich beginne mit Professor Dr. Niklas Höhne. Schön, dass Sie da sind. Er ist Leiter und Geschäftsführer des New Climate Institutes in Köln und Professor für Klimaschutz an der Universität Wageningen in den Niederlanden. Er nimmt seit 1995 immer wieder an den internationalen Klimaverhandlungen teil, ist seit 2010 Mitautor des UNEP Emissions Reports und einer der Entwickler des Climate Action Trackers. Herr Höhne, ich habe das Press Briefing mit einem Zitat von Herrn Guterres begonnen und er könnte auch die Frage an Sie einleiten, denn er hat gesagt: "Um es klar zu sagen: Die kollektiven Verpflichtungen der G20-Regierungen sind viel zu klein und kommen viel zu spät." Auf der Seite des Climate Action Trackers kann man sehen, dass 21 Länder bisher ihre NDCs aktualisiert haben, was nicht zwingend heißt, dass sie auch ihre Ambitionen erhöht haben. Aber 172 Länder haben noch nicht geliefert. Die Frage, die mir dabei entsteht: Wie kann das sein, wenn man weiß, wie zentral dieses Instrument wirklich für den Pariser Klimavertrag ist und warum sollten die Länder, die sich bisher nicht gerührt haben, sich inzwischen bemüßigt fühlen?
Niklas Höhne [00:04:07] Man kommt sich so ein bisschen vor wie mit einem Sprung in der Platte, dass man jedes Mal dasselbe erzählt, dass es eben nicht ausreicht. Und dieses Jahr ist es besonders ärgerlich, denn eigentlich war ja ein Erfolg der Konferenz in Glasgow, dass alle Länder akzeptiert haben, dass es nicht reicht und gesagt haben: Wenn wir in fünf Jahren wiederkommen, dann ist es zu spät. Wir müssen im Jahr 2022 neue Ziele vorlegen. Das war der Plan und der Plan ist leider nicht aufgegangen. Es haben jetzt 22 oder 24 Länder etwas eingereicht und davon sind aber viele wirklich nicht neu oder längst überfällig. Da hat sich quasi nichts getan im letzten Jahr und das ist sehr, sehr schlecht, denn wir sind so weit weg von dem, wo wir eigentlich hin müssen. Ein Erklärungsversuch ist, dass natürlich nicht vorherzusehen war, dass Russland in der Ukraine einmarschiert. Das hat den Plan sicherlich durcheinander geworfen. Aber trotzdem: Das Klimaproblem geht ja nicht weg und wir stehen leider nicht sehr gut da.
Moderator [00:05:09] Aber kurz zur Teilfrage zurück. Warum sollten die Länder, die sich bisher nicht gerührt haben, da jetzt in Bewegung kommen?
Niklas Höhne [00:05:18] Die Sache ist die, dass wir nicht nur ein bisschen weit weg sind von dem, wo wir eigentlich hin sollen, sondern richtig weit weg. Mit allen Vorschlägen, die wir immer gemacht haben, stabilisieren wir ungefähr die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 immer noch. Sie gehen immerhin nicht mehr hoch. Das ist ja schon mal gut, aber sie würden wahrscheinlich in 2030 auf ungefähr demselben Niveau sein, wie sie jetzt sind. Für das 1,5-Grad-Ziel müssten sie aber halbiert werden. Wir emittieren auch immer noch doppelt so viel im Jahr 2030, wie es eigentlich für das 1,5-Grad-Ziel nötig wäre. Und das alles vor dem Hintergrund, dass Klimawandel nun wirklich für alle spürbar ist. Vor 20 Jahren hätte man noch sagen können, wir wissen ja gar nicht so genau, was da passiert. Aber heute ist es überall sichtbar. Mit den Bränden, die wir überall sehen in Deutschland, mit dem sterbenden Wald, mit dem Hitzesommer, mit dem warmen Oktober, mit Überschwemmungen in Pakistan. Das sind so gravierende Auswirkungen, da kann keiner mehr die Augen vor verschließen und diese gehen nicht weg. Diese Auswirkungen werden noch schlimmer, selbst wenn wir eben bei 1,5 Grad zum Stoppen kommen. Wir sind derzeit bei 1,2 Grad. Das muss jetzt wirklich jedem klar sein und deshalb wäre meine Hoffnung gewesen, dass das auch den Regierungen klar ist und dass sie deshalb nachlegen. Haben sie aber nicht getan.
Moderator [00:06:44] Danke Herr Höhne. Dann stelle ich Ihnen unser zwei Experten vor und komme zu Wolfgang Obergassel. Er ist Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Zwei seiner Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Entwicklung des internationalen Klimaregimes und seiner Mechanismen und auch die öffentliche internationale Klimafinanzierung. Herr Obergassel, willkommen und schön, das Sie da sind. Stichwort Klimafinanzierung. Teil des Pariser Klimavertrags war auch der Green Climate Fund, für den vorgesehen war, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um Geld für Projekte sowohl zur Minderung der Treibhausgasemissionen als auch zur Anpassung in Entwicklungsländern bereitzustellen. Wissen Sie, wie es damit aktuell aussieht – und was ich immer ganz spannend finde bei dieser Debatte – kommt im Vorfeld ganz viel das Stichwort Loss und Damage auf. Können Sie uns da kurz helfen, genau zu verstehen, warum das jetzt der Fall ist?
Wolfgang Obergassel [00:07:51] Was die 100 Milliarden angeht: Wo wir da gerade stehen, das hängt auch davon ab, wen man fragt, weil es keine Einigung international gibt, was da eigentlich dazugezählt werden darf. Es ist 2009 in Kopenhagen ziemlich vage formuliert worden und dann auch in Paris übernommen worden, dass es um Mobilisierung aus öffentlichen und privaten Quellen geht und es ist klar, die 100 Milliarden sind verfehlt worden. Die OECD, der Club der Industriestaaten, ist zu dem Ergebnis gekommen, 2020 sind ungefähr 84 Milliarden US-Dollar mobilisiert worden. Auch nach dieser Quelle schon mal deutlich weniger als die zugesagten 100 Milliarden. Es gibt aber eben auch andere, die Entwicklungsländer beispielsweise, die eine andere Definition von dem haben, was eigentlich gezählt werden darf und da kommt man noch mal auf deutlich weniger. Aber es ist deutlich zu wenig. Damit ist ein zentrales Versprechen in der internationalen Klimapolitik gebrochen worden und das wird natürlich jetzt in Sharm El-Sheikh die Verhandlungen belasten. Die Industrieländer sind da aufgefordert, dringend nachzubessern, dass sie diese Scharte wieder auswetzen. Was jetzt Loss and Damage angeht, das geht eigentlich schon sehr lange zurück. Das Problem dabei ist, dass es lange nicht als richtiges Verhandlungsthema von den Industrieländern anerkannt worden ist. Wir hatten traditionell die Säulen Emissionsreduktion, also Verhinderung oder Abdämpfung des Klimawandels, dann Anpassung an die Folgen des Klimawandels als die zweite Säule. Es gibt aber auch Schäden des Klimawandels, an die man sich nicht anpassen kann, beispielsweise dadurch, dass auf Dauer durch den steigenden Meeresspiegel Land permanent verloren geht. Daran kann man sich nicht anpassen, da kann man nur umsiedeln, das Land aufgeben. Solche Schäden werden auch immer größer. Die Entwicklungsländer fordern schon seit langem, dass sie auch in diesem Bereich Unterstützung brauchen, die Industrieländer haben sich darauf aber bisher nicht eingelassen, einerseits wegen der Größenordnung sicher, um die es da geht, andererseits aber, weil sie befürchten, dass sie damit vielleicht in eine Haftungsdiskussion oder sogar in die richtige juristische Haftung reinrutschen könnten, dass man dann am Ende des Tages sagen würde, die Industrieländer haben historisch den größten Anteil an der Schaffung des Problems gehabt, deswegen sind die Industrieländer jetzt auch juristisch dafür haftbar, die Schäden aufzuräumen bzw zu finanzieren, die durch das Problem jetzt geschaffen werden. Deswegen haben sich die Industrieländer bisher immer mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, das Thema ernsthaft zu diskutieren, insbesondere die Finanzierung davon ernsthaft zu diskutieren. Es ist inzwischen in den Klimaverhandlungen auch offiziell drin, es ist auch im Pariser Abkommen drin, aber eben immer nur auf einer Ebene von: Wir gucken uns mal an, was das Problem ist und wir gucken uns mal an, wie man da vielleicht mit umgehen kann. Aber die Entwicklungsländer fordern konkrete finanzielle Mittel, eine konkrete finanzielle Fazilität, wie das dann genannt wird, eine Facility speziell für Loss und Damage soll ihrer Meinung nach aufgesetzt werden, um diesen Bereich, wo es bisher gar keine finanzielle Unterstützung vonseiten der Industrieländer gab, entsprechend mit Geldmitteln auszustatten.
Moderator [00:11:52] Vielen Dank, Herr Obergassel, für diese ersten Ausführungen. Ich vervollständige dann die Vorstellungsrunde mit Dr. Lambert Schneider. Willkommen und danke für Ihre Zeit. Er ist Forschungskoordinator für internationale Klimapolitik in der Abteilung Energie und Klimaschutz am Öko-Institut in Berlin. Seine Expertisen beschreibt er unter anderem auf seiner Webseite mit Internationale Kohlenstoffmärkte und Emissionshandel und auch Quantifizierung und Anrechnung von Treibhausgasemissionen. Und da tauchen ja auch schon zwei wichtige Punkte auf, die in den vergangenen Jahren bei der COP immer sehr wichtig waren, nämlich einerseits die für den Pariser Klimavertrag so wichtigen Transparenzregeln, aber auch die Debatten um den so umstrittenen Paragraf 6, in dem es um das sogenannte Double Accounting ging. Und Herr Schneider ist auch Mitglied der EU-Verhandlungsdelegation in diesem Jahr bei der COP. Herr Schneider, herzlich willkommen. Meine Einstiegsfrage an Sie: Sie sind jetzt schon seit ein paar Tagen auch mit Kolleginnen und Kollegen in intensiven Vorbereitungsgesprächen für die COP. Haben Sie denn da schon ein Gefühl dafür entwickeln können, ob in diesem Jahr vielleicht die ganz dicken Bretter gebohrt werden können und vielleicht auch gerade bei den Dingen, in denen der vorhin schon angesprochene Wahlsieg von Herrn Lula eine wichtige Rolle spielen könnte.
Lambert Schneider [00:13:10] Das ist noch schwierig zu sagen. Ich bin jetzt schon in Sharm El-Sheikh. Hier finden parallel ganz viele verschiedene Gruppentreffen statt. Es treffen sich manche Länder, um sich zu koordinieren in regionalen Gruppen, es gibt zu einzelnen Themenbereichen Vorgespräche oder parallele Treffen. Aber ich denke, es ist zu früh, dass man schon irgendwie sagen könnte, wohin es bei den großen Themen gehen wird. Die Verhandlung hat ja immer verschiedene Komponenten. Es gibt die große Mantel-Entscheidung, wo die großen Linien festgezurrt werden und dann gibt es ein technisches Arbeitsprogramm, wo die Umsetzung des Pariser Übereinkommens weiter ausgearbeitet wird und dann gibt es Initiativen und Ankündigungen, die auf der COP gemacht werden, die aber eigentlich mit dem Verhandlungsprogramm gar nicht so viel zu tun haben. Ich denke, dass vor allem bei diesem zweiten Aspekt, bei den Verhandlungen zur technischen Umsetzung des Pariser Übereinkommens, sehr konstruktiv miteinander geredet wird und dass es dort weiter viel Fortschritte geben wird, sowohl bei den internationalen Kohlenstoffmärkten, aber auch bei Transparenzthemen, wo bei beiden Themen vier große Durchbrüche in Glasgow gelungen sind. Alle Länder müssen wirklich ihre Emissionen in Zeitreihen richten, es gibt keine Ausnahmen gibt und wir haben ein relativ robustes System für die internationale Anrechnung von Emissionen aus dem Emissionshandel.
Moderator [00:14:47] Vielen Dank, Herr Schneider. Und jetzt noch eine kurze Frage an Sie drei, ich weiß nicht, wer dann antworten möchte. Jetzt ist die COP27 ja auch der erste Klimagipfel nach der Veröffentlichung des sechsten Sachstandsberichtes des IPCC´s. Ist zu erwarten, dass das irgendwelche Auswirkungen auf die Verhandlungen in diesem Jahr haben wird.
Niklas Höhne [00:15:14] Ich möchte mich nicht vordrängeln. Der IPCC ist immer sehr wichtig als Imputgeber, nun ist in dem Bericht aber nicht viel Neues oder nichts Überraschendes drin. Auch da steht drin: Wir sind viel zu spät dran und wir müssen eigentlich Dinge komplett anders machen als bisher. Ehrlich gesagt in den Notfallmodus gehen, um schnell Emissionen zu reduzieren und es gibt verschiedene Handreichungen, was man da machen kann. Der IPCC-Bericht spricht auch von Finanzierung, dass das bei weitem nicht ausreicht und diesen Dingen. Er ist immer sehr wichtig, weil man davon nicht mehr weg kann, aber die Hoffnung ist natürlich, dass das einen Impuls gibt, aber derzeit ist in der Tat der Impuls der Energiekrise viel, viel größer. Der führt dazu, dass die Regierungen die Energiekrise als Thema Nummer Eins haben und deshalb Kompromisse machen, was das Klima angeht. Das ist ein großes Problem und da wäre meine Hoffnung, dass diese Konferenz das insgesamt wieder umdreht. Allein dadurch, dass die Konferenz da ist, dass dann das Thema Klima wieder auf Nummer Eins gesetzt wird, um mehr Aktivitäten zu dem Thema zu generieren.
Moderator [00:16:24] Vielen Dank. Dann würde ich jetzt mit den Fragen der Kolleginnen und Kollegen beginnen. Vielen Dank, dass Sie da schon so fleißig Ihre Fragen einbringen. Die erste Frage kommt von einem Kollegen. Ich lese vor. Wie ist Ihre Einschätzung für die aktuelle Energiekrise - und er nennt die Rückkehr der Kohlekraftwerke, die Lieferstopps von Gas aus Russland, führt diese aktuelle Energiekrise tendenziell zu mehr Klimaschutz durch Bewusstseinswandel und stärkeren Ausbau der Erneuerbaren so wie es im Grunde auch die Internationale Energieagentur prognostiziert oder wird das eher durch längere Laufzeiten fossiler Anlagen einen bremsenden Effekt haben.
Wolfgang Obergassel [00:17:21] Ich weiß nicht, ob man das zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen kann, weil man sieht die Tendenz in beide Richtungen. Einerseits gibt es eine gewisse Beschleunigung, was Klimaschutz angeht, nicht zuletzt auch in der EU, beispielsweise mit dem Paket zu Repower EU, was eine Reaktion auf den Ukraine-Krieg und die Energiekrise ist. Wenn das alles umgesetzt wird, dann wird das möglicherweise auch zum Ergebnis haben, dass die EU ihr NDC, was sie für 2030 vorgelegt hat, übererfüllen wird. Aber andererseits sehen wir in der Tat, wie der Kollege gesagt hat, viele gegenläufige Tendenzen. Es hat letztes Jahr beispielsweise eine internationale Zusage der Industrieländer gegeben, international keine fossilen Infrastrukturen mehr fördern zu wollen. Das ist dieses Jahr direkt wieder aufgeweicht worden, nicht zuletzt auf Betreiben von Deutschland auf dem G7-Gipfel. Man hat gesagt: Jetzt haben wir die Energiekrise, jetzt müssen wir aber doch noch mal beispielsweise die Förderung von Erdgas und die Verschiffung von Flüssiggas auch international finanzieren, weil wir eben kurzfristig Energie brauchen. Insofern gibt es in der Tat die beiden gegenläufigen Tendenzen. Ich weiß nicht, ob man unterm Strich das derzeit schon absehen kann, in welche Richtung dann das Pendel ausschlägt. Es sei denn, Niklas hat das schon ausgerechnet.
Niklas Höhne [00:18:57] Nein, haben wir nicht. Ich würde das genauso sehen, dass man es eben noch nicht sagen kann, wie du schon sagtest, Wolfgang. Langfristig kann das sicherlich einen positiven Impuls haben, weil jetzt auch wirklich der Letzte verstanden hat, dass es sehr risikoreich ist, wenn man sich auf billiges Gas verlässt. Wenn man heute eine Wärmepumpe kaufen will, dann muss man zwei Jahre warten, da passiert einiges derzeit im Umdenken. Auf der anderen Seite wird kurzfristig aber sehr viel gegenläufiges gemacht. Kohlekraftwerke werden wieder angeschaltet und eine große Menge von neuer Infrastruktur wird derzeit für fossile Energien gebaut, also neue Gasfelder angebohrt, neue Pipelines gebaut, neue Flüssiggas-Terminals werden genehmigt und gebaut. Und wenn diese ganze neue Infrastruktur tatsächlich gebaut wird und tatsächlich bis zum Ende der Lebenszeit läuft, dann schaffen wir das 1,5-Grad-Ziel auf gar keinen Fall. Das gilt es zu verhindern. Aber langfristig kann das sicherlich positiv sein. Also noch ist es unentschieden.
Moderator [00:20:07] Ein Kollege fragt: Welche Chancen sehen Sie, China konstruktiv in die COP einzubinden? Und was mir da sofort in den Sinn kommt, sind die Spannungen, die wegen des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine zwischen China und den USA spürbar sind, die ja im vergangenen Jahr doch einige positive Schwingungen haben verspüren lassen.
Lambert Schneider [00:20:35] China hat die ganzen letzten Jahre eigentlich auf dieser technischen Arbeitsebene konstruktiv mitverhandelt. Die sind gut vorbereitet. Sie haben Positionen, die zum Teil von der EU-Position abweichen, aber es ist in den technischen Arbeitsprogrammen immer gelungen, gute Kompromisse zu finden. Zum Beispiel das Thema Transparenz, das war ein Thema, wo China sich lange gewehrt hat, dass es eben wirklich seine Emissionen regelmäßig berichtet und am Ende wurden wirklich gute Kompromisse gefunden, wo auch China eine zentrale Rolle gespielt hat, dass eben viel umfänglicher berichtet wird, welche Emissionen aus den Ländern kommen. 2024 müssen alle Länder dann Berichte vorlegen, auch China, wo dann wirklich umfassend berichtet wird und dem haben sie zugestimmt. Was auch nocht interessant ist, weil es im Chat kam, ist die Frage nach Russland. Auch da war es bei der letzten Verhandlungsrunde im Juni so, dass auf diesen technischen Ebenen weiter verhandelt wurde, natürlich mit einem komischen Gefühl. Es hatten viele auf dieser technischen Ebene ein Interesse daran, sich nicht an der Weltpolitik festzuhalten, sondern mit dem Klimathema weiter zu machen und da weiter zu verhandeln. In bestimmten Arbeitsgruppen hat sich Russland auch in ähnlicher Form wie in der Vergangenheit eingebracht. Es gab politische Eklats, insbesondere bei der letzten Verhandlungsrunde, wo Russland dann angefangen hat, von dem Krieg zu sprechen und sehr viele Delegierte den Verhandlungsraum verlassen haben. Aber das ist eher die politische Ebene, auf technischer Ebene hat es einen weniger grossen Einfluss.
Moderator [00:22:42] Jetzt kommen wir von der Geopolitik, deswegen leite ich über zur Klimapolitik. Eine Kollegin fragt: Wie kann man denn angesichts dieses völligen Nichteinhaltens des Glasgow-Versprechens und sie bezieht sich damit auf die NDC-Frage, die wir am Anfang besprochen haben, Herr Höhne, wie kann man angesichts dessen überhaupt noch etwas darauf geben, was dieses Jahr am Ende verabschiedet wird? Und das möchte ich mit der Frage kombinieren, was denn das minimalste Ergebnis wäre, was sie zumindest bei dieser COP erwarten würden.
Wolfgang Obergassel [00:23:16] Soll ich da mal anfangen? Wenn man in diese Konferenz reingeht und wenn man sie bewerten will, ist es immer wichtig, welchen Maßstab man anlegt. Einerseits ist das Grundproblem ja, dass wir eine grundlegende Transformation der gesamten Weltwirtschaft brauchen, die vermutlich nur mit der Industrialisierung vergleichbar ist in ihrer Tiefe und Breite, was alles umgebaut werden muss. Und so was braucht grundsätzlich erst mal Zeit. In der Vergangenheit hat so eine tiefgreifende Transformation 50 Jahre oder noch länger gedauert. Das Problem ist hier halt, dass wir unter Zeitdruck sind. Von der Sache des Problems her ist es erst mal nicht so überraschend, dass es langsam vorangeht. Und das zweite, was jetzt die Konferenz an sich angeht, muss man eben auch immer klar haben, was so eine Konferenz leisten kann. Es ist eben keine Weltregierung, sondern wir haben ein System souveräner Staaten, die alle für sich entscheiden. Im Pariser Abkommen ist ja noch einmal ganz explizit gemacht worden, es sind National Determind Contributions. Es ist nicht Top Down, sondern die Länder legen für sich selber fest, was sie beitragen wollen. Was diese Konferenz leisten kann, was Niklas Höhne ja auch schon angesprochen hat, ist eben das Thema auf der Tagesordnung halten oder überhaupt wieder auf die Tagesordnung bringen, von der es in den letzten Jahren durch die Pandemie und jetzt durch den Krieg immer wieder verdrängt worden ist. Das wäre schon eine ziemliche Leistung, dass das Thema wieder zentral auf der politischen Tagesordnung ist und einen politischen Moment zu schaffen. Das ist eine weitere wesentliche Funktion dieser Konferenz. Jedes Jahr müssen die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger allein dadurch, dass es diese Konferenzen gibt, Rechenschaft ablegen: Was machen sie, können sie nicht noch mehr machen und dabei sind sie im Auge der Öffentlichkeit und der Akteure wie Fridays for Future und andere können das dann nutzen, um politisch zu mobilisieren und Druck auf die Regierenden auszuüben. Das ist in meinen Augen die wesentliche Funktion dieser Konferenzen, als Schrittmacher zu dienen und idealerweise gibt es ein Wechselspiel: Die Konferenz befördert die nationalen Diskussionen, die dann auf nationaler Ebene weitergehen und dann wiederum die Fortschritte auf nationaler Ebene in die internationale Ebene zurückgespielt werden können, so dass es da auch wieder ambitionierter wird. Letztendlich ist es aber auch erst mal wieder das Abspielen der Platte, das die NDC´s ambitionierter werden müssen. Was hoffentlich neu wird, ist ein Arbeitsprogramm, das letztes Jahr in Glasgow beschlossen worden ist. Dort ist beschlossen worden, es soll ein Arbeitsprogramm geben zur Verstärkung des Ehrgeizes und der Umsetzung beim Klimaschutz und die Konferenz in Scharm El-Sheikh soll die Details dieses Arbeitsprogramms definieren. Das ist für uns eine wesentliche Messlatte: Kommt es überhaupt dazu, dass es dazu einen Beschluss gibt. Bei den Verhandlungen im Juni in Bonn ist man da leider formal überhaupt nicht weitergekommen und auch, dass es möglichst konkret wird, dass man davon wegkommt, was leider die Klimakonferenzen bisher immer sehr stark definiert hat, über die globalen Emissionen zu reden und die globale Emissionslücke und dann ein globaler Aufruf, dass alle sich anstrengen müssen. Was dieses Arbeitsprogramm unserer Meinung nach leisten müsste, wäre, dass die Staaten mal konkret werden, konkret miteinander diskutieren: Woran hapert es eigentlich, was sind die Barrieren, aber auch die Möglichkeiten und wie kann man dahin, dass man diese Barrieren dann auch wirklich überwindet. Was sind die Instrumente und die Staaten dann am Ende des Tages auch zusagen, dass sie die Ergebnisse dieses Arbeitsprogramms in ihre NDCs übernehmen werden.
Moderator [00:27:43] Ein Teil ihrer Antwort schließt gut [an] die Frage einer Kollegin an. Sie fragt: Welche Rolle spielt der diesjährige Konferenzort in Ägypten? Könnten in diesem Jahr mehr Abgeordnete aus afrikanischen Ländern teilnehmen, was wiederum eher Themen wie Loss and Damage auf den Tisch bringen könnte?
Niklas Höhne [00:28:03] Ja, Lambert, du bist schon da.
Lambert Schneider [00:28:08] Es nehmen natürlich bei jeder Konferenz Teilnehmer aus allen Staaten teil. Es ist vielleicht eher so, dass es für manche NGOs aus afrikanischen Ländern ein bisschen einfacher ist, hierher zu kommen. Aber auch da gibt es NGOs aus allen Ländern, die an den Klimakonferenzen teilnehmen. Ich denke, es setzt insofern einen Einfluss, dass es in Ägypten ist, als dass die ägyptische Präsidentschaft natürlich Einfluss auf die Agenda hat und insbesondere auf diese Mantel-Entscheidung, die ich vorhin erwähnt habe, was sozusagen in die politische Entscheidung reinkommt. Und da ist klar, dass Themen wie Klimafinanzierung, Verluste und Schäden sicher eine wichtige Rolle spielen neben dem Arbeitsprogramm zur Minderung.
Niklas Höhne [00:28:58] Und zusätzlich vielleicht noch: Die Präsidentschaft hat immer sehr großen Einfluss darauf, wo die Themenschwerpunkte gesetzt werden. Und dadurch, dass es eben in Afrika ist, ist dann auch ein Themenschwerpunkt Afrika, was wir mit Loss and Damage sehen. Wir sehen aber auch, ein im Vorfeld sehr diskutiertes Thema ist Gas, und sehr viele afrikanische Staaten haben Gasvorkommen, die noch nicht ausgebeutet sind, und drängen darauf, dass man das tut. […] Viele haben sich eben verpflichtet, solche neuen Entwicklungen nicht mehr zu unterstützen in Glasgow, also neue fossile Projekte im Ausland nicht mehr zu unterstützen. Und da ist genau jetzt eben hier diese Diskussion, ob das passieren soll oder nicht. Für afrikanische Staaten ist es auf den ersten Blick mal attraktiv, die Ressourcen auszubeuten, aber auf den zweiten Blick ganz bestimmt nicht. Wenn man sich anschaut, was die Alternative wäre, nämlich die Erneuerbaren auszubauen, dann gibt es da sehr viele ökonomische Vorteile. Der Zusatznutzen würde verteilt auf viele und wird nicht von internationalen Unternehmen abgeschöpft. Es entstehen sehr viel mehr Arbeitsplätze, wenn man [die] Erneuerbaren entwickelt, anstatt der fossilen Energieträger. Die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern, die eben den fossilen Pfad genommen haben, ist gar nicht wirklich besser als die von anderen Ländern, die einen anderen Pfad genommen haben. Das ist, obwohl es vielleicht auf den ersten Blick attraktiv aussieht, keine gute Idee und fürs Klima sowieso nicht. Wenn wir tatsächlich 1,5 Grad einhalten wollen, dann dürften wir gar keine neue fossile Infrastruktur mehr bauen. Nirgendwo, also auch nicht in Europa, aber eben auch nicht in Afrika, da muss das eben mit Alternativen gehen. Und diese Alternativen sollten die Industrieländer unterstützen. Das ist ja ihre Verpflichtung im Rahmen des Klimaschutzabkommens.
Moderator [00:30:59] Wir haben am Anfang schon über das Thema Loss and Damage gesprochen, und vielleicht haben Sie es gesehen: Es ist wirklich ein ganzes Bündel von Fragen zu dem Thema reingekommen. Ich versuche die mal in einem Fragenkomplex zu kondensieren. Zunächst auch hier die These, dass Loss and Damage DAS Thema der COP werden könnte. Da kommt einmal die Frage, ob es möglicherweise sich spontan bildende Koalitionen auf der COP geben könnte, die dort einen konkreten Mechanismus verabreden, aber eben auch die Frage danach, wer speziell bei diesem Thema, die COP blockieren könnte.
Wolfgang Obergassel [00:31:40] […] Es wird direkt am ersten Tag schon mal spannend, weil Loss and Damage ist zwar grundsätzlich auf der Tagesordnung, aber die konkrete Forderung der Entwicklungsländer, eine konkrete Finanzierungsfazilität einzurichten, ist so nicht auf der Tagesordnung. Das haben die Entwicklungsländer jetzt beantragt, dass das noch hinzugefügt wird. Wenn wir Pech haben, kriegen wir da direkt am ersten Tag schon einen großen Tagesordnungskampf. Hatten wir in der Vergangenheit immer mal wieder. Das würde die Konferenz natürlich direkt sehr negativ belasten. […] Letztendlich haben wir aber auch keine Kristallkugel, denke ich. Die Industrieländer haben in letzter Zeit versucht, sich da etwas einfallen zu lassen, kompromissbereiter zu geben. Die G7 hatte als eines der Ergebnisse ihres Gipfels im Sommer die Initiative eines sogenannten Global Shield. Das wäre eine Versicherungslösung für solche Schäden, die durch den Klimawandel ausgelöst werden. Das könnte ein Schritt in die Richtung sein, eine Vereinbarung zu finden. Ist aber gleichzeitig, muss man auch ganz klar sagen, dass das den Entwicklungsländern nicht ausreicht, weil eine Versicherungslösung … erst einmal ist das gar nicht so trivial, solche Schäden zu versichern. Und zweitens sind Versicherungen ja auch immer mit Kosten verbunden. Und es sind massive Schäden, die in den Entwicklungsländern ja inzwischen schon eintreten, wo teilweise die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern um mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgeworfen wird. Wenn man beispielsweise ansieht, was wir dieses Jahr in Pakistan für Überschwemmungen haben. Und ja, vielleicht können die Kollegen da noch ergänzen, aber es wird darauf ankommen, dass man sich irgendwo in der Mitte trifft, um zu einer Vereinbarung zu kommen, mit der alle leben können.
Moderator [00:33:45] Vielleicht kann ich da kurz noch die Frage einer Kollegin reinnotieren, die fragt nämlich: Von welchen finanziellen Dimensionen sprechen wir, wenn es für Loss and Damage konkrete Vereinbarungen geben wird? Ist das abzuschätzen?
Niklas Höhne [00:33:58] Ja, genau das ist das Problem. Die Industrieländer, insbesondere die USA, [sind] sehr, sehr, sehr zurückhaltend, was das angeht, weil es im Endeffekt ja endlos sein kann. Wenn es darum geht, dass ganze Länder nicht mehr bewohnbar sind, also umziehen müssen sozusagen, das ist irgendwann nicht mehr bezahlbar sogar. Und deshalb ist es so schwierig, da überhaupt weiterzukommen. Und ich bin nicht sicher, ob [es] da tatsächlich Möglichkeiten [gibt], sich zu bewegen, weil das so kategorisch abgelehnt wird von den Industrieländern, weil es eben so open ended ist. Und die einzige Lösung dazu wäre ja – das Wort Reparationen, das nimmt man in dem Zusammenhang eigentlich nicht in den Mund, aber die Idee, dass man das einmal auf den Tisch legt und sagt, okay, das ist das Gesamtpaket und damit haben wir das Problem gelöst und dann ist es vom Tisch und dann ist es eben nicht offen, sondern es ist gedeckelt. Das wäre eine Möglichkeit, aber das wird sicherlich nicht das sein, was hier in Sharm El-Sheikh rauskommt. Aber das ist wenigstens eine Möglichkeit zu gucken, dass man da irgendwie auf einen grünen Zweig kommt.
Wolfgang Obergassel [00:35:12] Vielleicht noch eine kurze Ergänzung zur Dimension: Wir hatten ja letztes Jahr die Flutkatastrophe hier in Deutschland. Da hat Scholz, damals als Finanzminister, ich glaube 40 Milliarden Euro mobilisiert.
Moderator [00:35:24] 30 meine ich.
Wolfgang Obergassel [00:35:25] 30, okay, aber immerhin die Größenordnung, 30 Milliarden Euro mobilisiert allein für die Schäden durch ein Extremwetterereignis. In einem Jahr. In einem Land. Auch noch mal zum Vergleich: Wir haben vorhin geredet über die 100-Milliarden-Finanzzusage. Das soll für alle Entwicklungsländer reichen, für Emissionsreduktion und Anpassung an die Folgen des Klimawandels, und Loss and Damage ist da, wie vorhin diskutiert, noch nicht mal mit drin. Letztendlich geht es wirklich um sehr viel Geld, was aber letztendlich eben auch nötig ist, weil die Schäden sind da und die Anforderungen, Emissionen zu reduzieren, sind auch da. Aber das ist in der Tat die Größenordnung.
Moderator [00:36:15] Vielen Dank. Herr Schneider, vielleicht die Frage an Sie, weil wir gerade auch über das Global Shield against Climate Risks, diese Initiative der G7, gesprochen hatten. Im vergangenen Jahr gab es auch jede Menge Initiativen, also das MethanePledge zum Beispiel oder auch die Initiative zur Beendigung der Regenwalabholzung. Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht, was aus diesen Initiativen so alles geworden ist. Ich habe jetzt im Vorfeld gehört, dass möglicherweise die ägyptische Regierung etwas zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN plant, dass Dänemark möglicherweise eine Global Offshore Wind Alliance starten könnte. Wissen Sie, ob sich da schon Initiativen irgendwie gerade bilden und auch, was aus den Initiativen im vergangenen Jahr geworden ist?
Lambert Schneider [00:37:01] Diese Initiativen sind auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite ist da auch Skepsis angesagt. Denn oft werden da Ziele gesteckt, die dann nicht eingehalten werden. Nur mal ein Beispiel: Es gab schon vor vielen Jahren eine New Yorker Erklärung zum Stopp der Entwaldung bis 2020. Das wurde dann nicht erreicht. Und dann hat man halt in Glasgow gesagt: Okay, jetzt stoppen wir die Entwaldung bis 2030. Und das wurde dann als neue große Initiative verkauft. Aber im Prinzip ist das einfach nur eine Verschiebung eines vorherigen Ziels gewesen. Wir haben auch bei diesen Initiativen das Problem, dass es oft keine Umsetzungsstrategien gibt oder keine sehr detaillierten Umsetzungsstrategien, dass es manchmal kein Monitoring gibt, das dann später überprüft, ob diese Initiativen überhaupt eingehalten werden. Und natürlich ist es dann oft attraktiv, eine Initiative zu verkünden. Aber wir finden es vor allem wichtig, dass wenn solche Initiativen gemacht werden, dass es tatsächliche Umsetzungspläne gibt und auch wirklich ein Monitoring. Und wahrscheinlich wird es dieses Jahr wieder einige Initiativen geben, da stecke ich im Detail nicht drin, wo die jetzt gerade stehen. Aber das ist so ein bisschen das Grundproblem von diesen Initiativen, dass sie auf Freiwilligkeit basieren, natürlich, und die Umsetzung dieser Initiativen.
Niklas Höhne [00:38:29] Um vielleicht noch daran anzuknüpfen. In der Tat. Und wir haben uns ein paar dieser Initiativen, die in Glasgow initiiert worden sind, angeschaut. Und am Anfang, in Glasgow noch, war es ja so, dass hauptsächlich die Länder unterschrieben haben, die das sowieso schon tun, also die Länder, die sowieso dem Verbrennungsmotor ein Enddatum gesetzt haben, die haben das unterschrieben, aber eben nicht Deutschland oder nicht Frankreich und nicht China. Oder die Länder, die schon Methan reduzieren, die haben die Methan-Initiative unterschrieben, aber eben auch nicht China, in dem Fall der größte Methanemittent. Das ist auch normal so, denn diese Initiativen sollen ja eigentlich das zeigen, dass diejenigen, die dies machen, das ist gut. Aber wieso sind die anderen nicht dabei? Wieso machen das die anderen nicht? Und damit der Prozess funktioniert, muss dann in den Folgejahren oder in dem Folgejahr ein diplomatischer Prozess stattfinden, dass dann mehr Länder in diese Initiativen reingeholt werden. Und eine Idee war ja, dass die USA mit China zusammenarbeiten, und USA wollte China reinholen in diese Methan-Initiative. Das [hat] jetzt auch alles wegen der Energiekrise nicht stattgefunden. Und insofern hat sich, wenn man das von oben betrachtet, bei diesen Initiativen fast nichts getan. Die Mitgliedschaft in diesen Initiativen hat sich fast nicht geändert über die letzten elf Monate. Und das ist natürlich auch nicht im Sinne des Erfinders, sondern da sollte ja eigentlich was passieren. Und die einzige Hoffnung ist, dass das nicht dieses Jahr passiert ist, sondern vielleicht nächstes Jahr passiert. Hoffentlich hat man dann mehr Luft für solche diplomatischen Aktivitäten.
Moderator [00:40:08] Und da noch einmal ergänzend die Frage von einer Kollegin nach zwei konkreten Initiativen. Welche Rolle spielen aktuell die Just Energy Transition Partnerships oder die High Ambition Coalition? Und werden solche Formate eher der Weg der Zukunft sein?
Niklas Höhne [00:40:27] Zu den Just Energy Transition Partnerships: Das ist so ein bisschen für mich ein Highlight, hoffentlich. Oder eine wichtige Sache, die hoffentlich bei der Konferenz rauskommt. Wenn wir schon nicht Ambitionserhöhung haben in den ganzen Bereichen, dann vielleicht eben bilaterale Partnerschaften, wo eben eine Gruppe von Geberländern eine ambitionierte Aktion unterstützt in einem Entwicklungsland. Das hat in Glasgow angefangen mit der Unterstützung 8,5 Milliarden für Südafrika, für den Kohleausstieg. Und es finden derzeit Diskussionen statt mit Indonesien in der Präsidentschaft von der G20 und mit einigen anderen Ländern. Und diese beispielhafte Kooperation ist für mich eigentlich ein Schlüssel zu zeigen: Ja, auf der einen Seite meinen es die Geberländer ernst. Sie legen signifikant Geld auf den Tisch. Auf der anderen Seite ist bei den Ländern, die das Geld aufnehmen, die Bereitschaft da, wirklich transformativ aktiv zu werden, aus Kohle auszusteigen oder in anderen Dingen aktiv zu werden. Und solche Beispiele von kleineren Gruppen sind oft der Kern für eine größere Transformation und etwas, was dann im Gesamtabkommen von allen mit aufgenommen wird. Und deshalb hoffe ich sehr, dass während der Konferenz es noch zu solchen Partnerschaften kommt. Viele von denen sind in der Vorbereitung, aber die sollen dann dort eben verkündet werden. Mal gucken, was dabei rauskommt.
Moderator [00:41:57] Die Frage eines Kollegen lautet: Welche Chance geben Sie angesichts des politischen Stillstands den internationalen Klimaverhandlungen, noch die Erderwärmung zu begrenzen? Und wird sich möglicherweise die Debatte um die Sinnhaftigkeit der COPs verstärken? Herr Schneider.
Lambert Schneider [00:42:14] Da sage ich gerne was dazu. Da gibt es natürlich sehr unterschiedliche Perspektiven darauf. Ich glaube, dass der multilaterale Prozess extrem wichtig ist. Natürlich sind wir mit den Klimazielen nicht dort, wo wir sein sollen. Das hat ja Niklas Höhne sehr klar gesagt. Aber für mich war das Pariser Übereinkommen wirklich eine Sternstunde der internationalen Klimapolitik. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es schaffen, zu so einem Abkommen zu kommen. Und ich bin mir sicher, dass wir ohne dieses Abkommen und dessen Umsetzung noch deutlich weniger ambitionierte Klimaziele hätten. Es ist halt immer die Frage, wo lege ich die Messlatte an? Wir sind sozusagen noch weit davon entfernt, was wir tun müssen. Aber wir sind mit dem Abkommen auf einem Weg, wodurch das Abkommen schon aus meiner Sicht wirklich sehr viel ermöglicht hat, was vorher nicht möglich war. Und es ist natürlich oft so, dass man sich in diesen internationalen Prozessen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt. Das sind UN-Prozesse, wo man sich im Konsens ja einigen muss. Das haben die so in sich. Aber dieser kleinste gemeinsame Nenner verschiebt sich halt mit der Zeit. Und auch die Länder, die blockieren, verschieben ab und zu dann doch ihre Haltung und man bewegt sich vorwärts. Und es ist aus meiner Sicht wichtig, dass wir uns nicht alleine auf diese UN-Klimakonferenzen verlassen. Es ist wichtig, dass jedes Land vorangeht und so viel macht, wie es nur geht. Aber dieser Prozess ist trotzdem sehr wichtig, um eben alle an Bord zu holen und gemeinsame Regeln auch zu haben, nach denen Klimaziele bilanziert werden, damit nicht jeder sich einfach nur irgendwie schönrechnen kann.
Niklas Höhne [00:43:56] Wenn ich da kurz noch anknüpfen darf: Jetzt sitzen hier drei Veteranen, die im Klimaprozess schon lange unterwegs sind. Wir sind wahrscheinlich alle drei sehr für diese Klimaverhandlungen, dass sie einen sehr signifikanten Beitrag leisten zu dem. Um das vielleicht deutlich zu machen, in dem Projekt Climate Action Tracker rechnen wir mal die Temperatur aus am Ende des Jahrhunderts, die wir erreichen, wenn Länder all das tun, was sie versprechen. Und da haben wir 2009 angefangen, und die erste Zahl, die wir hatten, war 3,5 Grad. Katastrophaler Klimawandel, das geht wirklich gar nicht. Das war 2009. Heute, mit allen Versprechungen, die Länder machen, die auch wirklich belastbar sind, also die Versprechungen nur bis 2030, sind wir ungefähr bei 2,5, 2,4 Grad. Das ist ein Grad besser als vorher. Das ist gut, ist aber immer noch katastrophaler Klimawandel. Wenn man dann noch die Versprechen hinzunimmt, dass Länder tatsächlich komplett aus Kohle, Öl und Gas aussteigen wollen, klimaneutral werden wollen und selbst die Versprechungen von Russland und Saudi-Arabien miteinbezieht, die vielleicht auf wackeligen Beinen stehen. Aber nehmen wir mal an, das wird alles erreicht, dann kommen wir so niedrig wie 1,8 Grad. Zum ersten Mal überhaupt sind diese Ziele in Reichweite. Wir haben sie noch bei Weitem nicht erreicht, und es gibt viel zu tun. Aber über die Jahre hat sich das Bild verbessert, und das muss man dann eben auch festhalten!
Moderator [00:45:19] Ein Kollege schreibt, dass laut gestriger Mitteilung der Pressestelle der COP etwa bis zu 45.000 Teilnehmende erwartet werden. Er fragt: Wie beurteilen Sie die gestiegene Teilnehmendenzahl? Als Indikator für die Wichtigkeit? Oder besteht am Ende sogar das Risiko, dass zu viele Akteure sich gegenseitig blockieren?
Lambert Schneider [00:45:42] Ich denke eher, es ist ein Indikator für die Wichtigkeit. Man muss dazu sagen, so eine Klimakonferenz, es gibt einen Verhandlungsprozess, da sind jetzt nicht viel mehr Leute involviert als in der Vergangenheit, wo wirklich die Regeln verhandelt werden. Aber es ist auch ein Ort, wo sich alle Leute, die in dem Themenfeld aktiv sind, treffen. Neben dem eigentlichen Verhandlungsprozess gibt es ganz viele Zeit-Events, wie so eine Art Messe muss man sich das vorstellen, wo es Austausch gibt über Initiativen, über Wissenschaft und so weiter. Es ist einfach das jährliche größte Event zum Austausch zum Thema Klimawandel.
Moderator [00:46:20] Ist es die größte COP aller Zeiten, wissen Sie das?
Lambert Schneider [00:46:25] Wenn es 45.000 werden, dann wäre es die größte COP. Die letzte COP in Glasgow war schon die größte COP aller Zeiten. Dort lag es deutlich über 30.000, ich hab jetzt die genaue Zahl nicht im Kopf. Insofern wäre es noch mal wiederum eine erneute Steigerung.
Niklas Höhne [00:46:40] Aber was Lambert schon gesagt hatte, dass eben nur ein sehr kleiner Teil von diesen 40.000 wirklich an den offiziellen Verhandlungen beteiligt ist. Ich würde sagen, da geht es um ungefähr 1000 Teilnehmer, die wirklich in den Verhandlungen das Wichtige tun, und alle anderen machen eben das Drumherum, das Messeartige, dass man zusammenkommt als Community und sich gegenseitig austauscht und sieht, wie man eben weiterkommen kann im Klimaschutz.
Moderator [00:47:08] Ja, mit Blick auf die Uhr muss ich sagen: Ich habe ein Lied aus einer Zeichentrickserie in meiner Kindheit im Hinterkopf. Die Zeit ist wieder gerast tatsächlich. Und deswegen würde ich gerne zur Abschlussrunde kommen. Und wie ich Ihnen angekündigt hatte, würde ich gerne noch mal bitten, Herr Höhne, mit Ihnen beginnend, ob Sie vielleicht für uns noch mal in kondensierter Form, gerade wenn Sie jetzt auch sehen, welche Fragen die Journalistinnen und Journalisten interessieren, was für Sie die wichtigsten Punkte bei der COP sind und wann sie sagen würden: Das war wirklich ein Erfolg oder hier ist sie hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben?
Niklas Höhne [00:47:38] Ich habe meine Erwartungen an diese Konferenz relativ niedrig gehalten. Das Allerwichtigste wäre für mich, dass die Konferenz das Thema Klimaschutz wieder an Nummer eins setzt vor der Energiekrise, weil die Schäden, die wir aus Klimawandel zu erwarten haben, deutlich größer sind und, ja, existenzbedrohend sind. Und wir verhalten uns noch nicht dementsprechend. Das wäre für mich das Allerwichtigste. Ich glaube, dass der Prozess von neuen nationalen Zielen und auch neuen Initiativen und neuer Teilnahme an Initiativen … das ist nur sehr schleppend vorangekommen. Da glaube ich nicht, dass es hier bei der Konferenz sich ändern wird. Da wäre meine Hoffnung, dass man sich auch leider wieder darauf einigt, dass man das im nächsten Jahr versucht. Da gibt es im September nächsten Jahres einen großen Gipfel, und ich würde hoffen, dass das geht. Wir haben eigentlich die Zeit nicht, das zu verschieben. Aber gut, so ist die jetzige Situation. Und der wichtige Punkt, wo ich hoffen würde, dass es zu Fortschritten kommt, ist bei diesen Klimapartnerschaften, den Just Energy Transition Partnerships, dass sich hier einzelne Länder bilateral oder in kleineren Gruppen zu sehr ambitionierten Dingen zusammenfinden und sagen: Wir setzen das um auf der einen Seite und wir finanzieren das auf der anderen Seite.
Moderator [00:48:56] Dankeschön. Herr Obergassel, wie würden Sie das beschreiben? Sie sind noch stumm geschaltet.
Wolfgang Obergassel [00:49:05] Entschuldigung. Ja. Ich würde alles unterschreiben, was Niklas Höhne gerade gesagt hat. Ich würde vielleicht noch ergänzen, dass die Konferenz hoffentlich dazu beiträgt, Niklas Höhne hat ja gesagt, das Klimathema wieder auf Nummer eins zu setzen. Für mich ist der Punkt auch, dass es den Leuten, insbesondere den politischen Entscheidungsträgern, aufgehen muss, dass jetzt die Energiekrise und die Klimakrise mit denselben Antworten [bricht ab]
Moderator [00:49:36] Jetzt sind sie bei mir stumm. Herr Obergassel, ich höre Sie nicht mehr. Ich weiß nicht. Ich höre Sie leider nicht mehr, die Diskussionsteilnehmer schreiben auch … Tut mir leid Herr Obergassel schalten Sie sich doch noch mal stumm und dann wieder laut. Nein, ich höre Sie leider nicht. Dann müssen wir es leider hierbei bewenden lassen. Tut mir leid. […] Herr Schneider, wie würden Sie Ihre Erwartungen und Ihre Hoffnungen oder vielleicht auch die Beschränkung bei der COP beschreiben?
Lambert Schneider [00:50:18] Vielleicht auch mehr in Ergänzung. Ich glaube, wenn es bei diesem Arbeitsprogramm zur Minderung deutliche Fortschritte gibt und wirklich fokussierte Aktivitäten, dann wäre das jetzt ein wichtiger Erfolg auf einer Arbeits-, aber auch auf einer politischen Ebene. Wenn es Fortschritte gibt oder sich mögliche Kompromisse bei Verlust und Schäden andeuten, wäre das auch ein Fortschritt. Oder zumindest, wenn das nicht zu einem Rieseneklat wird, wäre das, so glaube ich, als Signal an die Entwicklungsländer sehr wichtig. Aber das ist definitiv ein schwieriges Thema. Und für mich persönlich ist es natürlich auch immer ein großer Erfolg, wenn auf diesen ganz technischen Ebenen es weitergeht und gute Erfolge gemacht werden und eine Reihe von weiteren Entscheidungen getroffen [werden] und wir da auf die Erfolge von Glasgow aufbauen können.
Moderator [00:51:08] Dankeschön. Ich habe etwas gehört, Herr Obergassel, möchten Sie es noch mal probieren? Jetzt sind Sie zwar stummgeschaltet, aber vielleicht war es ja Ihr Handy, was geklingelt hat?
Wolfgang Obergassel [00:51:19] Ja. Können Sie mich jetzt hören?
Moderator [00:51:21] Ich kann Sie hören. Finden Sie den Anschluss noch zu dem, was Sie gesagt haben?
Wolfgang Obergassel [00:51:25] Ich weiß jetzt nicht, ab wann ich stumm war. Was ich sagen wollte, war, dass die Konferenz hoffentlich das Bewusstsein befördert, dass man sich nicht entscheiden muss, Klimakrise bekämpfen oder Energiekrise, sondern dass das beides gleichzeitig geht. Wenn man massiv die Erneuerbaren ausbaut, massiv die Energieeffizienz verbessert etc., dann bekämpft man damit beide Krisen. Das wäre mein Wunsch, und auch, dass es insbesondere bei den Themen vorangeht, die den Entwicklungsländern am Herzen liegen. Dass die Industrieländer, was die finanzielle Unterstützung angeht, ihr Versagen wieder wettmachen. Was die 100 Milliarden angeht – aus meiner Sicht müssten sie zusagen, dass es zumindest im Durchschnitt 2020 bis 2025 dann jährlich 100 Milliarden werden, dass entsprechend in den nächsten Jahren mehr als 100 Milliarden geleistet werden, dass es dann im Durchschnitt dann auch auf die 100 rauskommt. Ja, und eben auch ein Entgegenkommen der Industrieländer beim Thema Loss and Damage, was den Entwicklungsländern auch sehr stark am Herzen liegt.
Moderator [00:52:38] Ja, damit sind wir am Ende. Herr Schneider. Herr Höhne, Herr Obergassel, ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Ausführungen. Ich habe viel dazugelernt und es wird mir bestimmt helfen, jetzt in den kommenden zwei Wochen nach Sharm El-Sheikh zu gucken. Ich danke auch Ihnen sehr, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, für Ihre wirklich zahlreiche Teilnahme, für Ihre vielen interessanten und neugierigen Fragen. Das war wirklich toll. Noch ganz kurz: Das Video und das Transkript zu dieser Sendung finden Sie so schnell wie möglich auf der Website. Das Transkript kommt wahrscheinlich morgen. Wenn Sie es vorher brauchen, schreiben Sie uns per Mail. Ebenso, wenn Sie den Audiomitschnitt wollen. Die E-Mailadresse ist redaktion@sciencemediacenter.de. Damit sind wir am Ende dieses Prä-COP-Press-Briefings. Herr Höhne, Herr Schneider, ich wünsche Ihnen viel Spaß und spannende Eindrücke in Ägypten und auch Ihnen, Herr Obergassel. Bis zum nächsten Mal. Und liebe Kolleginnen und liebe Kollegen: Tschüss!

