Welche nationale Teststrategie bringt uns optimal durch den Winter?
Die nationale Teststrategie der Bundesregierung hat zur Eindämmung von COVID-19 wesentlich beigetragen [1] . Infizierte Personen konnten schnell und präzise erfasst werden, sodass Infektionsketten unterbrochen und die Kapazitäten des deutschen Gesundheitssystem nicht ausgereizt wurden.
Am 15. Oktober will Gesundheitsminister Spahn diese Teststrategie anpassen beziehungsweise erweitern. Ein entsprechender Referentenentwurf für die Coronavirus-Testverordnung befindet sich derzeit in der Abstimmung. Antigen-Schnelltests sollen das Durchtesten von Gesundheitspersonal auf SARS-CoV-2 erleichtern und beschleunigen. So soll beispielsweise ein Pflegeheim über ein bestimmtes Kontingent an Tests verfügen, das aus Mitteln der Krankenkassen bezahlt werden soll. Allerdings diskutieren auch weitere Bereiche, etwa die Veranstaltungsbranche oder Schulen, wie sie die Schnelltest nutzen können.
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Es wurden keine Interessenkonflikte abgefragt.
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Achtung! Ab Minute 16:30 ist die Erklärung für die Testgüte für Antigen-Tests nicht korrekt. Bitte folgen Sie dieser Erklärung: Bei einer Inzidenz von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern wären das bei 5000 Tests zwei richtig erkannte Fälle und 0 unerkannte (Sensitivität 96,25%). Dazu kommen dann bei einer Spezifität von 99,8% noch zehn falsch positive. Falsch negative Ergebnisse bekommt man erst bei einer größeren Testgruppe.
References cited by the SMC
[I] Spahn J (09.06.2020): Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Bundesanzeiger.
Prof. Dr. Sandra Ciesek
Direktorin des Instituts für medizinische Virologie, Universitätsklinikum Frankfurt
Information on possible conflicts of interest
Es wurden keine Interessenkonflikte abgefragt.
Prof. Dr. Gérard Krause
Leiter der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
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Es wurden keine Interessenkonflikte abgefragt.