Zuckersteuer: Argumente aus der Wissenschaft
Die Diskussion um die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke geht in eine neue Runde: Am Freitag, den 27. März, plant Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther (CDU) einen Antrag für eine Zuckersteuer im Bundesrat einzureichen. Und dies, obwohl sein Antrag kürzlich auf dem CDU-Parteitag abgelehnt wurde. Einige Politikerinnen wie die gesundheitspolitische Sprecherin Simone Borchardt (CDU/CSU), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Bundestagsmitglieder Sabine Dittmar (SPD) und Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis90/Die Grünen), zeigten sich offen für Unterstützung. Im Gespräch ist zudem ein fraktionsübergreifender Gruppenantrag einzelner Parlamentarier – konkrete Pläne gibt es bislang nicht. Auch in der Bevölkerung gibt es Zuspruch: So sprechen sich laut einer Forsa-Umfrage der Verbraucherschutzorganisation foodwatch rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland für eine Zuckersteuer aus.
Gesundheitsorganisationen, Fachgesellschaften und wissenschaftliche Arbeiten verdeutlichen seit Jahren die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Vorteile einer Zuckersteuer. Eine Modellierungsstudie von Forschenden der Technischen Universität München zeigte, dass eine Zuckersteuer den täglichen Zuckerkonsum von Erwachsenen in Deutschland reduzieren, das Risiko für nicht-übertragbare Krankheiten wie Typ-2-Diabetes senken und die Gesundheitskosten um viele Milliarden Euro verringern könne [I].
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„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Keine.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Emmert-Fees KMF et al. (2023): Projected health and economic impacts of sugar-sweetened beverage taxation in Germany: A cross-validation modelling study. PLOS Medicine. DOI: 10.1371/journal. (Anm. der Redaktion: Das SMC berichtete hierzu ebenfalls in einer Aussendung von 2023)
[II] World Health Organization (2025): Global report on the use of sugar-sweetened beverage taxes, 2025.
Dr. Karl Emmert-Fees
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Professur für Public Health und Prävention, Technische Universität München (TUM)
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
PD Dr. Sarah Forberger
Senior Wissenschaftlerin der Forschungsgruppe Implementationsforschung und psychische Gesundheit, Abteilung Prävention und Evaluation, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), Bremen
Information on possible conflicts of interest
„Keine.“
Dr. Marc Tittgemeyer
Leiter der Arbeitsgruppe Translationale Neurowissenschaften, Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, Köln sowie medizinische Fakultät, Universität Köln
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“